Wellen der Dunkelheit: Neue Theorie könnte das Universum entschlüsseln

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Dunkle Materie unter dem Mikroskop.

Die dunkle Materie, ein mysteriöser Bestandteil unseres Universums, dessen Existenz seit Jahrzehnten vermutet, aber nie direkt nachgewiesen wurde, könnte sich in einer Weise verhalten, die bisherige Annahmen in Frage stellt. 

Laut einer neuen Studie, über die die Frankfurter Rundschau berichtet, ähnelt die dunkle Materie möglicherweise Wellen im Ozean. 

Diese Erkenntnis könnte einen Durchbruch in der Erforschung des Kosmos bedeuten und den Weg zu einem tieferen Verständnis der Strukturen und Kräfte, die unser Universum formen, ebnen.

Die Forschung, die von Wissenschaftlern am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) Zentrum durchgeführt wurde, legt nahe, dass die Partikel der dunklen Materie extrem leicht sein und sogenannte Halos bilden könnten. 

Diese Halos sind nicht statisch, sondern könnten in ihrer Dichte variieren, ähnlich wie Wellen, die sich über die Oberfläche des Meeres bewegen. 

Diese Dynamik könnte erhebliche Auswirkungen auf die Bewegung von Galaxien und die Struktur des Universums insgesamt haben.

Die Studie schlägt vor, dass Gravitationswellendetektoren, wie der geplante Laser Interferometer Space Antenna (LISA) oder die ESA-Sonde „Euclid“, genutzt werden könnten, um diese subtilen Veränderungen zu messen. 

Gravitationswellen, oft beschrieben als das „Summen“ des Universums, könnten somit ein Schlüssel zum Nachweis der dunklen Materie sein.