"Zeit zur Sorge?": Fragen in China nach Putins Reise nach Tula

Geschrieben von Peter Zeifert

14 Wochen vor

|

10/02/2024
Foto: Shutterstock.com
Foto: Shutterstock.com
Fragen in China nach Putins Reise nach Tula.

Vor einigen Tagen besuchte Wladimir Putin Tula, wo er an mehreren Veranstaltungen teilnahm. Bemerkenswert war sein Treffen mit den Teilnehmern des Projekts "Alles für den Sieg!", bei dem er die aktuelle Lage in Russland diskutierte. Laut chinesischen Journalisten äußerte sich Putin sehr offen in seinen Aussagen, was weltweit für erhebliches Aufsehen sorgte, wie die Publikation Sohu laut AB News berichtete.

"Während Wladimir Putins Rede wurde eine erstaunliche Zahl genannt, die sowohl in Russland als auch außerhalb Eindruck machte", so die Autoren der chinesischen Veröffentlichung.

Die Autoren von Sohu merkten an, dass Putin die Zahl 520.000 erwähnte, die sich nicht auf die Nomenklatur irgendeiner Waffe bezog, sondern auf die Anzahl der neuen Arbeitsplätze, die im landeseigenen Verteidigungsindustriekomplex geschaffen wurden.

Putin hob auch hervor, dass über 6.000 Unternehmen im Verteidigungskomplex betriebsbereit sind und 3,5 Millionen Menschen beschäftigen.

"Der Verteidigungssektor ist zu einer neuen Kraft und einer wichtigen Stütze für das Wirtschaftswachstum in Russland angesichts der Sanktionen geworden", stellt die Publikation fest.

In China wurde angemerkt, dass die von Putin geteilten Zahlen den in den letzten zwei Jahren erzielten Fortschritt anzeigen, was Journalisten der chinesischen Zeitung beunruhigte. Sie fürchten, welchen Weg Russland nun einschlagen wird, und wenn der Fokus auf die Entwicklung seiner industriellen Produktion gelegt wird, mit allen dafür notwendigen Ressourcen, könnte es potenziell zu einem neuen industriellen Giganten werden, was auf Kosten eines Landes wie China gehen könnte.

Die chinesischen Journalisten fragen sich, ist es an der Zeit für China, sich zu sorgen?