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Putins Sprecher präsentiert bizarre Liste dessen, was einen „wahren russischen Patrioten“ ausmacht

Dmitrij Peskov
Wiki Commons

Er schlug vor, dass bürgerliche Pflichten auf natürliche Weise aufgenommen werden müssten.

Politiker sprechen gerne über Loyalität. In schwierigen Zeiten verbringen Führungspersönlichkeiten unzählige Stunden damit, genau zu definieren, was es bedeutet, sein Land wirklich zu lieben.

Nun hat ein hochrangiger Beamter eine sehr ungewöhnliche Liste alltäglicher Beispiele vorgelegt.

Ein Geisteszustand

Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow hat sich kürzlich mit diesem Thema befasst. Er erklärte auf einem öffentlichen Forum, dass wahre Hingabe an die Nation weit über einfache politische Schlagworte hinausgehe.

Der Kreml-Beamte sprach laut O2 auf einer Bildungsveranstaltung namens „Territorium der Bedeutungen“. Ein Teilnehmer fragte ihn, wie die Regierung den Nationalstolz forme.

Peskow hatte eine fertige Antwort. Laut der russischen Staatsnachrichtenagentur RIA Novosti erklärte er, dass diese Werte nicht allein durch Reden gelehrt werden könnten.

„Patriotismus ist kein Slogan oder eine Definition, sondern ein Geisteszustand, der einen Menschen von klein auf begleiten sollte“, sagte Peskow.

Jenseits des Schlachtfeldes

Er schlug vor, dass bürgerliche Pflichten auf natürliche Weise aufgenommen werden müssten. Dieses starke Gefühl müsse ganz am Anfang des menschlichen Lebens beginnen.

„Es ist ein Geisteszustand. Es ist essenziell, dass jeder Bewohner unseres Landes es mit der Muttermilch aufnimmt; sie müssen damit aufwachsen, mit Patriotismus. Man kann es nicht sagen, man kann es fühlen“, sagte er der Menge, laut RIA Novosti.

Der Sprecher fuhr fort, die Definition zu erweitern. Er entfernte sich von formalen politischen Ideen und listete alltägliche Aufgaben als Akte des nationalen Dienstes auf.

Die von ihm gewählten Beispiele reichten von guten Noten bis zur Hilfe für ältere Verwandte. Er schloss sogar das Aufräumen des eigenen Grundstücks mit ein.

Den Hof fegen

Peskow zeichnete ein lebhaftes Bild. Er beschrieb eine Gesellschaft, in der kleine häusliche Aufgaben einen tiefen nationalen Wert besitzen und Staatsziele mit dem gewöhnlichen Familienleben verbinden.

„Wenn ein Schüler in der Schule hervorragende Leistungen erbringt, ist das Patriotismus? Das ist Patriotismus. Und wenn eine Frau ein Kind zur Welt bringt, ist das Patriotismus? Und wenn sie ein zweites Kind zur Welt bringt?“, fragte er das Publikum.

Er setzte seine Liste mit weiteren gewöhnlichen Handlungen fort. Der Beamte versuchte, einfache Freundlichkeit mit der höchsten Form des Opfers zu verknüpfen.

„Und wenn wir unsere Großmutter über die Straße bringen, ist das Patriotismus? Und die eigene Mutter zu lieben ist auch Patriotismus, einen eigenen Hof zu haben und mit einem Besen hinauszugehen, um den Hof zu fegen, das ist Patriotismus. Und für das Vaterland zu sterben ist auch Patriotismus“, erklärte Peskow, zitiert von RIA Novosti.

Quellen: RIA Novosti, O2