Musik kann eine Generation prägen, doch die Kontrolle der Künstler entgleitet oft, sobald ein Lied globale Popularität erlangt.
Wenn mächtige Organisationen Hits für politische Kampagnen aufgreifen, kämpfen Musiker häufig darum, ihre ursprüngliche Absicht zu schützen, berichtet die Daily Mail.
Aufruhr um Hymne
Der offizielle TikTok-Account des Weißen Hauses veröffentlichte eine Montage amerikanischer Raketenangriffe mit der Bildunterschrift „Iran wurde gewarnt.“ Doch die Regierungsmitarbeiter wählten einen ungewöhnlichen Soundtrack für den Militärclip, indem sie die Explosionen mit Katy Perrys Pop-Hymne „Firework“ unterlegten.
Der Popstar äußerte sich umgehend in den sozialen Medien und drückte ihre Empörung über die Nutzung aus. „Ich bin zutiefst entsetzt und wütend, „Firework“ auf dem TikTok-Account des @WhiteHouse als Hintergrundmusik für Videomaterial von Militärschlägen verwendet zu sehen“, schrieb Perry in einer öffentlichen Erklärung.
Sie stellte ihren Standpunkt klar. „Ich habe dies nicht genehmigt, ich wurde nicht gefragt, und ich dulde es absolut nicht“, erklärte die Sängerin.
Perry betonte, dass ihr Hit zur persönlichen Heilung gedacht sei. „Eine Botschaft der Selbstachtung und Ermutigung als Soundtrack für Zerstörung und Gewalt zu instrumentalisieren, ist eine völlige Verletzung all dessen, wofür mein Lied steht. Meine Musik soll Menschen zusammenbringen, nicht Kriegsführung feiern“, fügte sie hinzu.
Eine wachsende Liste
Perry ist bei Weitem nicht die einzige Popkünstlerin, die sich gegen offizielle Social-Media-Beiträge wehrt. Stars wie Kesha und Sabrina Carpenter haben ebenfalls Empörung über Regierungsvideos geäußert, die ihre Musik zur Darstellung von Verhaftungen oder militärischer Gewalt nutzten.
Carpenter kritisierte die Regierung in den sozialen Medien scharf. Ihr Titel „Juno“ war in einem Clip verwendet worden, der Einwanderungsverhaftungen feierte. „Dieses Video ist böse und ekelhaft. Beziehen Sie mich oder meine Musik niemals ein, um Ihre unmenschliche Agenda zu fördern“, postete Carpenter.
Die Kontroverse fällt in eine ereignisreiche persönliche Phase für Perry. Die Chartstürmerin sorgte kürzlich für Schlagzeilen, indem sie ihre hochkarätige Beziehung zum ehemaligen kanadischen Premierminister Justin Trudeau bestätigte.
Bei einer Filmpremiere sprach Perry offen über ihr Glück. „Ich bin sehr verliebt. Und tatsächlich war diese Show, nachdem ich die Liebe meines Lebens kennengelernt hatte, und so fühlte ich mich dadurch sehr geerdet, weil ich ein bisschen wie ein Regenbogen-Drachen bin“, sagte sie gegenüber People.
Quellen: Daily Mail, X, Instagram, People, TikTok