Wenn ein Konflikt sich hinzieht, wird Notwendigkeit zur Mutter schneller Erfindungen.
Land für Land lernt, dass die Führung eines modernen Krieges erfordert, jeden Dollar zu nutzen, um Langstrecken-Feuerkraft zu produzieren, ohne die nationalen Reserven zu erschöpfen, berichtet UNITED24 Media.
**Kostengünstige Feuerkraft**
Ein heimischer Waffenhersteller in der Ukraine hat die Montage einer brandneuen Langstreckenwaffe hochgefahren. Der FP-5 Flamingo-Marschflugkörper kostet knapp unter 600.000 US-Dollar pro Einheit, was etwa einem Sechstel des Preises einer amerikanischen Tomahawk-Rakete entspricht.
Trotz seiner geringeren Kosten hat der schwere Marschflugkörper eine enorme Durchschlagskraft. Jede Einheit trägt einen 1.150 Kilogramm schweren Sprengkopf, der speziell dafür gebaut wurde, Stahlbetonstrukturen tief im feindlichen Gebiet zu durchdringen.
Operationen mit der neuen Hardware sind bereits über weite Distanzen im Gange. Im Juni feuerten ukrainische Streitkräfte einen Flamingo-Marschflugkörper gegen eine russische Militärkomponentenfabrik in Tscheboksary ab, die mehr als 950 Kilometer von Charkiw entfernt liegt.
**Langstreckenangriffe**
Fire-Point-CEO Iryna Terekh enthüllte gegenüber The Guardian, dass der Angriff eine komplexe Flugbahn von 1.800 Kilometern erfordert habe. Sie beschrieb den Angriff als eine der „längsten aufgezeichneten Marschflugkörpermissionen“ in der modernen Geschichte.
Die Produktion hat sich erheblich beschleunigt, da das Unternehmen seine Operationen hochfährt, um die Nachfrage an der Front zu decken. Fire Point produziert derzeit monatlich rund 100 Flamingo-Marschflugkörper sowie Hunderte von FP-1- und FP-2-Langstrecken-Angriffsdrohnen.
Diese leichteren Drohnen kosten zwischen 55.000 und 75.000 US-Dollar und verfügen über eine beeindruckende Reichweite von über 1.600 Kilometern. Sie haben regelmäßig wichtige Industriestandorte getroffen, darunter die russische Ölinfrastruktur.
**Industrielle Expansion**
Das rasche Wachstum hat das Verteidigungs-Startup zu einem bedeutenden Fertigungszentrum gemacht. Fire Point betreibt nun 83 Produktionsstandorte in der Ukraine und eine Anlage in Dänemark und beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter.
Die Waffen des Unternehmens bilden nun das Rückgrat der ukrainischen Tiefschlagfähigkeiten. Zum operativen Einfluss äußerte Terekh gegenüber The Guardian: „Mir ist in den letzten Monaten kein Langstreckenangriff bekannt, bei dem unsere Produkte nicht zum Einsatz kamen.“
Mit Blick auf die Zukunft plant das Unternehmen, vor Ende 2026 die ersten heimischen ballistischen Raketen der Ukraine, einschließlich des Modells FP-9, auf den Markt zu bringen. Fire Point beteiligt sich auch an der europäischen Luftverteidigungsinitiative Freyja, um erschwingliche Abfangraketen zu entwickeln.
Quellen: United24Media, The Guardian