Er warf dem Obersten Gerichtshof vor, die USA sowohl Geld als auch Ansehen gekostet zu haben.
Präsident Donald Trump kritisierte den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten in einem wütenden Truth-Social-Beitrag scharf. Er warf dem höchsten Gericht des Landes vor, dem Land massiven wirtschaftlichen Schaden und Ansehensschaden zugefügt zu haben, und zwar durch jüngste Urteile, die zentrale Vorhaben seiner Exekutivagenda blockierten.
„Hat irgendjemand eine Ahnung, wie viel Geld und Ansehen der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten unsere Nation mit seinen negativen Urteilen zum Geburtsrecht auf die Staatsbürgerschaft und zu ZÖLLEN gekostet hat? Die Antwort: BILLIONEN UND BILLIONEN VON DOLLAR! Präsident DONALD J. TRUMP“, schrieb Trump in dem Beitrag.

Der Ausbruch unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen dem amtierenden Präsidenten und der konservativ besetzten Richterbank, die wichtige politische Vorhaben seiner aktuellen Regierung mit bedeutenden gerichtlichen Niederlagen belegt hat.
Wegweisendes Urteil zum Geburtsortprinzip
Das Hauptziel von Trumps Beitrag ist die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Fall Trump gegen Barbara.
Das Gericht kippte die Executive Order 14160, einen ehrgeizigen Versuch seiner Regierung, das automatische Geburtsrecht auf die Staatsbürgerschaft für Kinder zu beenden, die auf US-Boden von Eltern geboren wurden, die sich illegal im Land aufhalten oder temporäre Visa besitzen.
In einer vom Obersten Richter John Roberts verfassten Entscheidung bestätigten die Richter den verfassungsrechtlichen Präzedenzfall gemäß der Staatsbürgerschaftsklausel des 14. Zusatzartikels.
Die Mehrheit entschied, dass Kinder, die innerhalb der geografischen Grenzen der Vereinigten Staaten geboren werden, der US-Jurisdiktion unterliegen und ein unzweifelhaftes Recht auf automatische Staatsbürgerschaft bei Geburt besitzen, unabhängig vom rechtlichen Status ihrer Eltern.
Aufhebung der Zollbefugnis
Trumps Frustration rührt auch von dem Gerichtsurteil im Fall Learning Resources gegen Trump her, das seine Außenhandelsstrategie zum Ziel hatte.
Die Regierung hatte weitreichende Exekutivbefugnisse gemäß dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) geltend gemacht, um einseitig umfassende Zölle auf ausländische Importe zu erheben.
Der Oberste Gerichtshof stellte jedoch fest, dass die Exekutive ihre gesetzliche Befugnis überschritten hatte. Die Richter entschieden, dass der Präsident Notstandsbefugnisse nicht nutzen kann, um weitreichende Wirtschaftszölle ohne ausdrückliche Zustimmung oder Genehmigung des Kongresses zu erlassen, was eine zentrale Säule von Trumps Wirtschaftspolitik untergrub und die Regierung dazu zwang, bereits erhobene Zölle in Milliardenhöhe zurückzuzahlen.