Startseite Krieg Russland soll nordkoreanische Rakete eingesetzt haben, um eine Familie auszulöschen

Russland soll nordkoreanische Rakete eingesetzt haben, um eine Familie auszulöschen

Russland soll nordkoreanische Rakete eingesetzt haben, um eine Familie auszulöschen
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Ermittler untersuchen Beweise im Zusammenhang mit dem verheerenden nächtlichen Angriff. Die Ergebnisse könnten neue Erkenntnisse über die Waffen liefern, die Moskau zur Verfügung stehen.

Eine mutmaßlich nordkoreanische ballistische Rakete zerstörte nach Angaben von Reuters ein Wohnhaus in Raduschne nahe Krywyj Rih. Dabei kamen während eines groß angelegten russischen Angriffs auf die Ukraine zwei Eltern und drei ihrer Kinder ums Leben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Identifizierung sei bislang nur vorläufig. Das Schicksal von vier weiteren Kindern sowie des 18 Monate alten Enkels der Familie blieb zunächst unklar.

Wie Reuters berichtete, umfasste die nächtliche Angriffswelle mehr als 70 Raketen und rund 280 Drohnen. Mindestens neun Menschen wurden in der gesamten Ukraine getötet, darunter auch Opfer in Kyjiw, Lwiw und Poltawa.

Ermittler analysierten in dem Gebiet geborgene Trümmerteile, bevor eine endgültige Bestimmung des eingesetzten Waffentyps erfolgen konnte. Eine Quelle aus dem ukrainischen Militär erklärte, Radarsysteme hätten Flugbahnen erfasst, die mit denen ballistischer Kurzstreckenraketen des Typs KN-23 oder KN-24 auf dem Weg nach Krywyj Rih übereinstimmten.

Fragmente könnten die Herkunft bestätigen

Der Quelle zufolge deuten die bislang vorliegenden Beweise stark darauf hin, dass die Rakete in Nordkorea hergestellt wurde. Eine Analyse der Trümmerteile sei jedoch weiterhin erforderlich, um dies endgültig zu bestätigen.

Nach Angaben derselben Quelle hatte die Ukraine seit August 2025 keinen Einsatz einer solchen Rakete mehr registriert. Der erneute Einsatz könnte darauf hindeuten, dass Russland zusätzliche Waffen aus Pjöngjang erhalten hat.

Russland begann Ende 2023 mit dem Einsatz nordkoreanischer KN-23- und KN-24-Raketen gegen ukrainische Ziele. Der Quelle zufolge verfügen diese Waffen über eine größere Reichweite und können schwerere Sprengköpfe tragen als russische Iskander-Raketen, gelten jedoch allgemein als weniger präzise.

Der mutmaßliche Raketenstart erfolgt vor dem Hintergrund einer umfassenderen militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang. Nordkorea hat Artilleriemunition geliefert und Soldaten zur Unterstützung russischer Streitkräfte in die Region Kursk entsandt, berichtete Reuters.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, sie habe eine ballistische Rakete, 54 Marschflugkörper und 265 Drohnen abgefangen. Darüber hinaus wurden weitere ballistische Raketen, Marschflugkörper und Seezielflugkörper registriert, die ihre Einschlagsorte erreichten, ebenso wie 17 Drohnen.

In Lwiw traf eine Rakete ein Wohngebäude, ohne zu explodieren. Zunächst wurden mindestens 30 Verletzte gemeldet. Zudem wurden Wohnhäuser, eine Schule und zwei Kindergärten beschädigt.

Auch Polen aktivierte Militärflugzeuge. Ministerpräsident Donald Tusk erklärte, ein russischer Marschflugkörper sei offenbar in polnisches Hoheitsgebiet eingedrungen und im Osten des Landes abgestürzt. Dabei hinterließ er Trümmerteile und einen Krater.

Quellen: Reuters