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Moskau: Bombenanschlag in Restaurant fordert drei Todesopfer

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Russische Kriegsblogger machen die Ukraine verantwortlich, haben aber keine Beweise vorgelegt.

Kurz vor 20 Uhr am Samstagabend erschütterte eine plötzliche Explosion den Kudrinskaja-Platz in Moskau.

Nach Angaben des Nationalen Anti-Terror-Komitees Russlands versuchte eine unbekannte Frau mit einer selbstgebauten Bombe, das italienische Restaurant Balzi Rossi zu betreten, berichtet Reuters.

Ein Sicherheitsbeamter hielt sie an der Tür auf, und das Gerät explodierte wenige Augenblicke später.

Drei Tote sofort

Beamte bestätigten, dass die Frau, der Wachmann und ein Kunde sofort starben. Schwer bewaffnete Polizeibeamte riegelten das umliegende Gebiet schnell ab.

Die Zahl der Opfer könnte höher sein. Der Nachrichtensender REN TV zitierte eine Quelle, wonach zwei Verletzte im Krankenhaus gestorben seien, wodurch die Zahl der Todesopfer auf fünf gestiegen sei. Offizielle Quellen haben diese Todesfälle nicht bestätigt, obwohl sich sechs Personen weiterhin in ernstem Zustand befinden.

Der Veranstaltungsort war an diesem Abend für eine private Veranstaltung geschlossen. Am Sonntag sprach der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin den Familien sein Beileid aus und versprach, die Verantwortlichen zu bestrafen. „Gestern wurde in Moskau ein brutaler Terroranschlag verübt“, sagte Sobjanin.

Hintergründe unklar

Die Behörden haben keine Verdächtigen genannt. Dennoch behaupteten unbestätigte Social-Media-Beiträge, ein hochrangiger Militärkommandant sei das eigentliche Ziel gewesen und unverletzt entkommen.

Moskau war bereits in Alarmbereitschaft. Mehr als vier Jahre nach Beginn des Krieges mit der Ukraine versprachen russische Beamte einen verstärkten Schutz für hochrangige Offiziere nach mehreren Mordversuchen, die sie Kiew zur Last legten.

Wenig überraschend wurde der Anschlag schnell mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung brought, wobei russische Kriegsblogger Kiew die Verantwortung zuschrieben. Die Ukraine hat eine Beteiligung weder bestätigt noch dementiert.

Unterdessen berichtete die Zeitung „Kommersant“, dass die Frau möglicherweise nicht gewusst habe, dass sie eine Bombe trug, was darauf hindeute, dass jemand sie ferngezündet habe.

Bekannte Vorgehensweise

Die Explosion vom Samstag erinnerte an einen aufsehenerregenden Bombenanschlag im Jahr 2023. Der prorussische Kriegsblogger Wladlen Tatarski starb, nachdem er eine kleine Statuette mit verstecktem Sprengstoff erhalten hatte.

Russische Gerichte verurteilten Darja Trepowa wegen des Anschlags zu 27 Jahren Haft. Sie bestand darauf, lediglich Anweisungen von einem Mann aus der Ukraine befolgt zu haben, der ihr Gelder überwiesen hatte.