US-Senator Mark Kelly sagte in einem anderen Interview, dass ihm der Premierminister von Grönland erzählt habe, grönländische Kinder hätten jetzt Angst vor den USA.
In einer Sendung auf Real America’s Voice schien Donald Trump einen Zeitplan zu bestätigen, der den USA die Kontrolle über Grönland verschaffen würde, bevor seine Amtszeit im Jahr 2029 endet.
Laut Newsweek sagte der Moderator Steve Gruber in einem Telefoninterview zu Trump: „Ich habe in dieser Sendung die Vorhersage getroffen, dass Grönland, bevor Sie aus dem Amt scheiden, unter unserer operativen Kontrolle stehen würde.“
Trump antwortete: „Sie wollen etwas sehr Wichtiges tun. Grönland ist aus unserer Sicht wichtig, nicht aus ihrer Sicht. Sie sollten diese Wette tatsächlich eingehen.“
Nationale Sicherheit
Das Weiße Haus begründet diesen erneuten Vorstoß mit der nationalen Sicherheit und dem Wettbewerb mit Russland und China. Während die USA dort bereits die Pituffik Space Base betreiben, wünschen sich Beamte des Weißen Hauses eine weitaus tiefere Kontrolle über die ressourcenreiche Insel und ihre wertvollen Bodenschätze.
Die Bewohner Grönlands und lokale Aktivisten wiesen die Behauptungen schnell zurück. Der Anwohner Orla Joelsen postete in den sozialen Medien: „Hände weg von Grönland. Grönland ist kein Spielzeug. Punkt.“
Premierminister Jens-Frederik Nielsen erklärte zuvor, dass das Territorium „nicht zum Verkauf“ stehe und dass Grönland den Vereinigten Staaten nicht gehören wolle.
Wachsende Angst im Ausland
Die politischen Auswirkungen reichen weit über die offizielle Diplomatie hinaus. Im Gespräch mit Katie Couric erinnerte sich Senator Mark Kelly an ein Treffen mit alarmierten dänischen und grönländischen Beamten.
Kelly teilte ein ernüchterndes Detail aus diesen Gesprächen mit. „Der Premierminister von Grönland sagte mir, dass Kinder in Grönland jetzt Angst vor Amerikanern haben“, so Kelly.
Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen bleibt gleichermaßen standhaft. Als sie sich Anfang des Jahres zu der Situation äußerte, bekräftigte sie, dass eine Übernahme Grönlands „nicht geschehen werde“.
Empörung unter Verbündeten
Scharfer Widerstand kommt auch aus den Reihen der Republikanischen Partei. Der Abgeordnete Don Bacon nannte die Äußerungen „töricht“ und warnte, dass sie kritische Beziehungen zu europäischen Verbündeten beschädigten.
Bacon verurteilte jeden Plan, das Territorium gewaltsam zu erwerben, als „reine Possenreißerei“. Er warnte, dass ein Vorantreiben der Angelegenheit „das Ende seiner Präsidentschaft bedeuten würde“.
Senator Thom Tillis sagte ebenfalls „ziemlich erheblichen Widerstand im Kongress“ gegen jede illegale Übernahme voraus. Führende Politiker wie der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, und Senatorin Lisa Murkowski fügten hinzu, dass militärische Maßnahmen völlig ausgeschlossen seien.
