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Russland verlegt Radarflugzeuge auf östliche Stützpunkte nach ukrainischen Angriffen

Russian soldiers
Dmitriy Kandinskiy / Shutterstock.com

Moderne Luftverteidigung erfordert ständige Überwachung über weite Entfernungen.

Da Langstreckenangriffe tiefer in den geschützten Luftraum vordringen, müssen Militärkommandeure eiligst verwundbare Ziele verteidigen. Die Verfolgung immer ausgefeilterer Bedrohungen aus der Luft wird zu einer ständigen Herausforderung, berichtet United24Media.

Den Himmel überwachen

Russische Streitkräfte haben die Flugpatrouillen ihrer wertvollsten Überwachungsflugzeuge drastisch erhöht. Laut United24 Media lassen Militärkommandeure ihre verbleibenden A-50U-Frühwarnflugzeuge nun täglich fliegen, um sich gegen tiefe ukrainische Raketenangriffe zu schützen.

Die plötzliche Taktikänderung kam ans Licht, nachdem die ukrainische Open-Source-Intelligence-Gruppe CyberBoroshno mehr als 1.600 Luftfahrtberichte analysiert hatte, die zwischen dem 4. Juni und dem 2. August erfasst wurden. Die Daten zeigten einen starken Anstieg der operativen Flüge nach Wochen relativer Ruhe.

Anfang Juni wurden die spezialisierten Flugzeuge selten für aktive Kriegspatrouillen eingesetzt, meist absolvierten sie Reparaturflüge oder verlegten zwischen abgelegenen nördlichen Stützpunkten. Doch diese Ruhe endete rasch, als die ukrainischen Angriffe eskalierten.

Diese massiven Radarflugzeuge fungieren als fliegende Kommandozentralen für Moskau. Hoch über dem Hinterland fliegend, entdecken sie tieffliegende Marschflugkörper und Drohnen außerhalb der Reichweite von Bodenradarsystemen, bevor sie Zieldaten direkt an Kampfflugzeuge und Luftverteidigungseinheiten weiterleiten.

Weiterer Rückzug

Die Aktivität nahm ab dem 23. Juni stark zu, wobei eine A-50U regelmäßige Nachtpatrouillen über den russischen Regionen Ulyanovsk und Samara durchführte. Nach einem ukrainischen Marschflugkörperangriff am 4. Juli verlegten die Kommandeure das Flugzeug noch weiter nach Osten zu Stützpunkten in der Nähe von Perm, Orenburg und Chelyabinsk.

Bis zum 7. Juli startete Russland vier A-50U-Flugzeuge gleichzeitig. CyberBoroshno berichtete, dass dieser massive Einzeleinsatz wahrscheinlich fast die gesamte kampffähige Flotte darstelle, die dem russischen Militär zur Verfügung stehe.

Die hohe Arbeitsbelastung unterstreicht gravierende Engpässe in Moskaus Flotte. Ukrainische Angriffe schossen 2024 zwei A-50U-Flugzeuge ab, während ein weiteres im März 2026 in einer Reparaturanlage bestätigten Schaden erlitt. Zwei weitere Flugzeuge wurden während der Operation Spiderweb im Jahr 2025 angegriffen.

Mit nur etwa vier derzeit flugfähigen Einsatzflugzeugen treibt Russland seine verbleibende Radarflotte an die absolute Grenze.

Quellen: United24Media