Jeder liebt einen sonnigen Tag, an dem man im Garten entspannen kann.
Die Probleme beginnen, wenn die Hitze nicht nachlässt. Schon bald könnten Sie die wahren Kosten dieses Sonnenscheins im Supermarkt bemerken, berichtet die BBC.
Eine trockene Realität
Großbritannien leidet unter extremer Sommerhitze. Über die Hälfte Englands ist laut der Umweltbehörde Environment Agency nun offiziell von Dürre betroffen.
Die Kühlregale der Supermärkte laufen auf Hochtouren. Doch das British Retail Consortium warnt, das extreme Wetter könnte die Preise flächendeckend in die Höhe treiben.
Eine einzelne sonnige Woche ist nicht das Problem. „Eine Woche heißes Wetter wird ein Brot nicht teurer machen“, sagt Professor Manoj Dora von der Anglia Ruskin University, wie die BBC berichtet.
Tiere und Ernten betroffen
Die wahre Gefahr liegt am Anfang der Lebensmittelproduktion. Wenn den Landwirten die Ernte fehlt, wirkt sich das auf alles andere aus.
„Es könnte sein, dass Fleisch, Milch, Eier und Geflügel durch [einen Mangel an] Tierfutter beeinträchtigt werden“, erklärt Dora. Er fügt eine deutliche Warnung hinzu: „Bei verschiedenen Lebensmitteln könnten die Preise stark ansteigen, wenn wir diese Dinge nicht sofort in den Griff bekommen.“
Britische Landwirte stellen sich bereits auf ihre früheste Ernte seit fünfzig Jahren ein. Der Frühling war unglaublich trocken und hat die Zeitpläne komplett verschoben.
Wer trägt die Kosten?
Simon Willis von der Getreidegenossenschaft Camgrain sagte BBC Radio Cambridgeshire, dass die Ernte geringer ausgefallen sei. „Die diesjährige sehr trockene Ernte wird bedeuten, dass die Qualität gut sein wird, der Ertrag aber geringer ausfällt“, sagt er.
Einige Landwirte glauben, dass sie die finanziellen Einbußen tragen werden und nicht die alltäglichen Verbraucher. Ackerbauer David Wheatley merkt an, dass Supermärkte Verträge frühzeitig festlegen.
Er sagt: „Viele Verträge mit Supermärkten sind bereits ein Jahr im Voraus vereinbart, sodass [Landwirte] nicht mehr Geld bekommen werden, obwohl ihre Erträge dieses Jahr geringer ausfallen.“
Alternativen gesucht
Wheatley bezweifelt, dass die Ladenpreise stark steigen werden, und deutet an, dass Supermärkte einfach im Ausland einkaufen werden.
Doch sich auf Importe zu verlassen, ist keine perfekte Lösung. Auch Frankreich wurde von Hitzewellen heimgesucht. „Wein hat nicht nur ein Mengenproblem, sondern auch ein Qualitätsproblem“, sagt Dora.
Andrew Opie vom British Retail Consortium merkt an, dass Geschäfte diese Hürden bewältigen können. Er sagt: „Einzelhändler sind erfahren im Umgang mit Lieferengpässen und werden alle notwendigen Schritte unternehmen, einschließlich der Beschaffung von alternativen Lieferanten, wo dies angebracht ist, um jegliche Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren.“
Quellen: BBC, Environment Agency, British Retail Consortium, Anglia Ruskin University, Camgrain, BBC Radio Cambridgeshire