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Carney stichelt nach Teleprompter-Panne gegen Trump

President Donald Trump Canadian Prime Minister Mark Carney
Daniel Torok / Wikimedia Commons

Carney landet nach unerwarteter Panne einen viral-würdigen Seitenhieb auf Trump.

Technische Pannen unterbrachen die jüngste Pressekonferenz des kanadischen Premierministers Mark Carney, doch anstatt sich beirren zu lassen, nutzte er den Moment für einen augenzwinkernden Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump.

Bei einer Veranstaltung zur Wohnungspolitik in Toronto hielt Carney inne, nachdem sein Teleprompter plötzlich den Dienst versagte, bevor er die Fehlfunktion in einen Witz verwandelte, der das Publikum zum Lachen brachte.

Der Witz spielte auf Trumps frühere Beschwerden an

Das technische Problem einräumend, sagte Carney den Reportern: „Ich möchte Sie darüber informieren, dass der Teleprompter seinen Dienst eingestellt hat. Im Gegensatz zu einem gewissen Staatschef betrachte ich dies nicht als Verschwörung.“

Die Bemerkung schien sich auf einen Vorfall mit Trump während der Generalversammlung der Vereinten Nationen im letzten Jahr zu beziehen, als er öffentlich eine Untersuchung forderte, nachdem er sowohl einen defekten Teleprompter als auch eine stehen gebliebene Rolltreppe vorgefunden hatte.

Carneys Scherz löste Lachen bei den Anwesenden der Pressekonferenz aus.

Die Spannungen bleiben hoch

Der Austausch findet vor dem Hintergrund zunehmend angespannter Beziehungen zwischen Ottawa und Washington seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus statt.

Trump hat umfassende Zölle auf kanadische Waren verhängt und wiederholt vorgeschlagen, dass Kanada der 51. US-Bundesstaat werden sollte.

Carney hat diese Vorschläge konsequent abgelehnt, während er versprach, die Handelspolitik der Regierung anzufechten und Kanadas Abhängigkeit von seinem südlichen Nachbarn zu verringern.

Der kanadische Premierminister hat auch internationale Aufmerksamkeit erregt, indem er davor warnte, dass die langjährige regelbasierte Weltordnung schwächelt.

Carney hat argumentiert, dass Großmächte zunehmend „wirtschaftliche Integration als Waffen“ einsetzen, eine Kritik, die weithin als gegen den zunehmenden Einsatz von Zöllen und Handelsbeschränkungen in der internationalen Politik gerichtet interpretiert wird.

Weder Carneys Büro noch das Weiße Haus reagierten unmittelbar auf Anfragen zur Stellungnahme nach dem Austausch.