Bewusste Ernährungsentscheidungen – vom Verzehr ballaststoffreicher Lebensmittel bis hin zur Reduzierung von Koffein – können schwankende Hormone stabilisieren und störende Wechseljahresbeschwerden lindern.
Hormonelle Botenstoffe regulieren nahezu jede körperliche Funktion. Mit dem Einsetzen der Perimenopause schwanken die Östrogenspiegel dramatisch, bevor sie mit der Menopause scharf abfallen.
Dieser rasche Abfall bringt häufig störende Symptome mit sich, darunter Nachtschweiße, Hitzewallungen und plötzliche Stimmungsschwankungen.
Bestimmte Pflanzen enthalten Substanzen (Phytoöstrogene), die im Körper wie eine milde Variante unseres eigenen Östrogens wirken, berichtet Healthline.
Phytoöstrogene und die Kraft der Ballaststoffe
Besonders Leinsamen und Sojaprodukte werden in diesem Zusammenhang oft hervorgehoben.
Obwohl die Wirkung auf Hitzewallungen nach wie vor umstritten ist, bieten diese Lebensmittel den zusätzlichen Vorteil, die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu unterstützen und einen gesunden Cholesterinspiegel aufrechtzuerhalten.
Es mag widersprüchlich erscheinen, dass ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse und Vollkornprodukte den Östrogenspiegel tatsächlich leicht senken können.
Das ist jedoch kein Grund, auf sie zu verzichten. Die gesundheitlichen Vorteile von Ballaststoffen – sowohl für die Verdauung als auch förderlich für das allgemeine Wohlbefinden – wiegen die minimale Auswirkung auf die Hormone laut Healthline bei Weitem auf.
Den inneren Motor stabilisieren
Menopausebedingte Hormonschwankungen können auch das Risiko einer Insulinresistenz erhöhen – ein Zustand, bei dem die Zellen Schwierigkeiten haben, Zucker effektiv aus dem Blut aufzunehmen.
Mit der Zeit erhöht diese verringerte Empfindlichkeit das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.
Die Bewältigung dieser Risiken hängt stark davon ab, wie schnell Kohlenhydrate in Energie umgewandelt werden.
Raffinierte Optionen wie Kekse, Kräcker und Weißbrot geben Glukose rasch in den Blutkreislauf ab. Im Gegensatz dazu halten langsamer verdauliche Optionen wie Linsen, Bohnen, Hafer und Gemüse die Energie stabil und vermeiden scharfe Spitzen.
Wenn sich Mahlzeiten verzögern, schüttet die Bauchspeicheldrüse Glukagon aus, um gespeicherte Energie aus der Leber abzurufen, so Healthline.
Das Ausbalancieren des täglichen Blutzuckers durch bewusste Ernährungsentscheidungen hält dieses chemische Rückkopplungssystem reibungslos in Gang, ohne den Körper zu überlasten.
Stress unter Kontrolle halten
Laut Healthline dient Cortisol als primärer Antreiber der natürlichen Kampf-oder-Flucht-Reaktion des Körpers.
Während es bei plötzlichen Notfällen überlebenswichtig ist, schädigen dauerhaft erhöhte Stresshormonspiegel das langfristige Wohlbefinden.
Eine anhaltende Erhöhung trägt zu Bluthochdruck, brüchigen Knochen, Schlafstörungen und Veränderungen der Körperfettverteilung bei.
Unsere täglichen Entscheidungen beeinflussen auch das Stresshormon Cortisol, und bestimmte alltägliche Gewohnheiten können dessen Spiegel versehentlich in die Höhe treiben.
Sowohl Kaffee als auch Alkohol treiben die Spiegel in die falsche Richtung – und als zusätzlicher Bonus sind genau diese beiden Dinge bekannte Übeltäter, wenn es darum geht, Hitzewallungen auszulösen.
Die Reduzierung von Koffein und Wein kann daher zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.