Die Behörden rechnen mit einem hohen Besucheraufkommen und verschärfen die Kontrollen in mehreren beliebten Beobachtungsgebieten. Zu den größten Herausforderungen zählen die Sicherstellung der Zufahrt für Rettungskräfte und die Verkehrslenkung.
Mallorca beschränkt im Vorfeld der totalen Sonnenfinsternis am 12. August den Zugang zu Straßen und sensiblen Naturgebieten, da die Behörden mit einer großen Zahl von Besuchern rechnen.
Spanien wird nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) das größte Gebiet Europas mit einer totalen Sonnenfinsternis erleben. Der Pfad der Finsternis verläuft über Grönland, Island, Spanien und einen kleinen Teil Nordostportugals, während in weiten Teilen Europas lediglich eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein wird.
Mallorca führt Verkehrsbeschränkungen ein
Die Behörden der Balearen haben ein umfassendes Paket an Verkehrs- und Zugangsbeschränkungen für Mallorca angekündigt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf beliebten Aussichtspunkten, Bergstraßen und ökologisch sensiblen Gebieten.
Die Maßnahmen sollen Rettungswege freihalten, Verkehrsstaus verringern und verhindern, dass große Fahrzeugansammlungen empfindliche Gebiete während der Sonnenfinsternis überlasten.
Die Behörden bereiten sich zudem auf einen erhöhten Besucherandrang im Tramuntana-Gebirge vor, wo enge Straßen und begrenzte Zufahrtsmöglichkeiten zu Problemen führen könnten, wenn viele Menschen gleichzeitig eintreffen.
Bild berichtet, dass zwischen dem 10. und 14. August spanische Militärangehörige in mehreren Gemeinden rund um das Tramuntana-Gebirge eingesetzt werden. Zu ihren Aufgaben gehören die Überwachung der Straßen, die Sicherstellung der Zufahrt für Rettungskräfte sowie die Verringerung des Waldbrandrisikos in bewaldeten Gebieten.
Die Zeitung berichtet außerdem, dass landesweit rund 24.000 Angehörige der Guardia Civil an Einsätzen im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis teilnehmen sollen. Zu ihren Aufgaben gehört es Berichten zufolge, die Verkehrslenkung zu unterstützen und die öffentliche Sicherheit an stark frequentierten Beobachtungsorten zu gewährleisten.
Totalität kurz vor Sonnenuntergang
Die Sonnenfinsternis erreicht Spanien erst am späten Abend, wenn die Sonne bereits tief über dem westlichen Horizont steht. Das macht das Ereignis optisch besonders eindrucksvoll, bedeutet aber auch, dass Beobachter eine freie Sicht nach Westen benötigen.
Berechnungen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zufolge wird die Phase der Totalität nirgendwo in Spanien länger als etwa eine Minute und 40 Sekunden dauern.
Mallorca und Teile des spanischen Festlands liegen innerhalb des Totalitätspfads, während andere Regionen lediglich eine partielle Sonnenfinsternis erleben werden. Das genaue Erscheinungsbild und die Dauer hängen daher vom jeweiligen Beobachtungsort ab.
Beobachter sollten zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen tragen, solange irgendein Teil der Sonne noch sichtbar ist. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) warnt, dass gewöhnliche Sonnenbrillen keinen ausreichenden Schutz vor schädlicher Sonnenstrahlung bieten.
Die Schutzbrille sollte nur während der kurzen Phase der Totalität abgenommen werden, wenn die Sonne vollständig bedeckt ist. Sobald die helle Sonnenscheibe wieder sichtbar wird, muss sie umgehend wieder aufgesetzt werden.
Quellen: Bild, Europäische Weltraumorganisation (ESA), Regierung der Balearen