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Netanjahu sagt „Nein“ zu Trumps Gaza-Plan – eine Forderung steht im Weg

President Donald Trump and Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu
The White House / Wikimedia Commons

Die diplomatischen Bemühungen gehen weiter, während die wichtigsten Akteure weiterhin darüber uneinig sind, wie ein vorgeschlagenes Rahmenwerk umgesetzt werden soll. Der Ausgang könnte die Richtung künftiger Verhandlungen und die Stabilität der Region beeinflussen.

Ein von den USA unterstütztes 15-Punkte-Rahmenwerk für den Gazastreifen stößt auf israelischen Widerstand in der Frage, ob die Hamas vollständig entwaffnet sein muss, bevor israelische Streitkräfte mit einem Rückzug aus dem Gebiet beginnen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies das Dokument am Sonntag zurück, wie The Guardian berichtet, und erklärte, israelische Truppen würden so lange vor Ort bleiben, wie die Hamas weiterhin über Waffen verfüge.

Netanjahu sagte:

„Die IDF wird keinen Rückzug durchführen, solange die Hamas nicht entwaffnet ist.“

Rückzug hängt von Entwaffnung ab

Die britische Zeitung berichtet, dass das amerikanische Rahmenwerk die Entwaffnung der Hamas mit einem schrittweisen Rückzug der israelischen Streitkräfte sowie einem späteren Übergang zu einer neuen Verwaltungsordnung im Gazastreifen unter einer neuen Regierungsstruktur verknüpft.

Netanjahu vertritt hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs dieser Schritte eine andere Position. Seiner Auffassung nach muss die Hamas vollständig entwaffnet sein, bevor ein israelischer Rückzug beginnen kann. Damit macht er die Entwaffnung zu einer Voraussetzung, die zuerst erfüllt werden muss.

Sein Büro hatte bereits vor seinen jüngsten Äußerungen Einwände gegen die veröffentlichte Fassung des Vorschlags erhoben und erklärt, das Dokument spiegele weder Israels Positionen noch die Bedingungen wider, die das Land zu akzeptieren bereit sei.

Diese Forderung findet sich auch in früheren öffentlichen Erklärungen Netanjahus. In einer am 26. Januar veröffentlichten Mitteilung der Knesset, über die auch die Times of Israel berichtete, nannte er die Entwaffnung der Hamas und die Entmilitarisierung des Gazastreifens als Ziele Israels für die nächste Phase des Prozesses.

Frühere Erklärungen stimmen mit der Position überein

Ein weiteres Protokoll der Knesset aus dem Januar dokumentiert ebenfalls, dass Netanjahu die Entwaffnung der Hamas und die Entmilitarisierung des Gazastreifens als Voraussetzungen für die nächste Phase des von Trump unterstützten Prozesses sowie für Israels umfassendere Sicherheitsziele bezeichnete.

Diese Unterlagen zeigen, dass die Forderung bereits vor dem jüngsten Streit über das 15-Punkte-Dokument öffentlich erhoben worden war und nicht erst als Reaktion auf den aktuellen Vorschlag formuliert wurde.

The Guardian berichtet, dass Donald Trumps Board of Peace das Rahmenwerk trotz Netanjahus Ablehnung weiterhin unterstützt und den Plan nach wie vor als Grundlage für weitere Verhandlungen betrachtet.

Der Streit betrifft derzeit einen der zentralen Mechanismen des Vorschlags. Nach dem von den USA unterstützten Rahmenwerk sollen sich die israelischen Streitkräfte schrittweise zurückziehen. Netanjahu hingegen erklärt, dass dieser Prozess erst beginnen könne, wenn die Hamas vollständig entwaffnet sei und die erforderlichen Sicherheitsbedingungen erfüllt seien.

Quellen: The Guardian; Knesset; Times of Israel