Die Regierung bereitet eine weitere Veränderung in den Reihen ihrer ranghöchsten Rechtsberater vor. Im Zuge des Wechsels wird ein langjähriger Verbündeter des Präsidenten eine zentrale Beraterfunktion übernehmen.
Präsident Donald Trump hat Will Scharf zu seinem nächsten Rechtsberater im Weißen Haus ernannt. Er soll das Amt am 1. September übernehmen.
AP berichtete, dass der 40-jährige Scharf derzeit als Stabssekretär im Weißen Haus und als Vorsitzender der National Capital Planning Commission tätig ist. Der ehemalige Bundesstaatsanwalt vertrat Trump zudem in Gerichtsverfahren, bevor er in die Regierung eintrat.
Nach Angaben des Weißen Hauses berät das Büro des Rechtsberaters den Präsidenten, die Mitarbeiter des Weißen Hauses und andere Teile des Exekutivbüros des Präsidenten in rechtlichen Fragen. Dazu gehören unter anderem Fragen zu Maßnahmen des Präsidenten, zur Gesetzgebung und zu Gerichtsverfahren.
Warrington bereitet seinen Abschied aus der Regierung vor
David Warrington, der derzeit das Amt des Rechtsberaters innehat, wird die Regierung verlassen und in die Privatwirtschaft wechseln. Trump nannte keinen Grund für seinen Weggang.
„Es ist mir eine große Ehre, bekannt zu geben, dass Will Scharf mit Wirkung zum 1. September Assistent des Präsidenten und Rechtsberater des Weißen Hauses wird. Er ersetzt David Warrington, der als Rechtsberater des Weißen Hauses und zuvor für meinen Präsidentschaftswahlkampf wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat“, schrieb Trump. „David wird in die Privatwirtschaft wechseln.“

Warrington war zuvor Trumps persönlicher Anwalt, bevor er zu einem der ranghöchsten Rechtsberater der Regierung wurde.
The New York Times berichtete, Warrington habe den Präsidenten in Rechtsfragen im Zusammenhang mit mehreren wichtigen politischen Vorhaben seiner zweiten Amtszeit beraten, darunter beim Einsatz präsidialer Exekutivbefugnisse.
Der Wechsel erfolgt nur wenige Monate vor den Zwischenwahlen 2026, bei denen die Kontrolle über den Kongress auf dem Spiel steht. Trump deutete nicht an, dass der Zeitpunkt politisch motiviert sei. Der neue Rechtsberater übernimmt sein Amt jedoch zu einer Zeit, in der die Regierung in eine intensive Wahlkampfphase eintritt.
Scharf bekleidet bereits einflussreiche Ämter
Mit Scharfs Ernennung übernimmt ein weiterer ehemaliger Anwalt Trumps eine der wichtigsten juristischen Positionen im Weißen Haus.
Er leitet zudem die National Capital Planning Commission, die Bundesbehörde, die an der Prüfung bedeutender Bau- und Entwicklungsprojekte in Washington beteiligt ist.
AP berichtete, dass Scharf aufgrund der Zuständigkeiten der Kommission auch an der Prüfung des von der Regierung geplanten Ballsaalprojekts im Weißen Haus beteiligt ist.
Bevor Scharf ins Weiße Haus wechselte, bewarb er sich 2024 um die republikanische Nominierung für das Amt des Justizministers von Missouri, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.
Bei der Bekanntgabe der Ernennung lobte Trump Scharfs juristische Erfahrung und verwies auf dessen frühere Tätigkeit als sein Rechtsvertreter vor Gericht.
Quellen: AP, The New York Times, Weißes Haus, Truth Social