Startseite Politik Russland und Syrien einigen sich auf Umwandlung von Militärstützpunkten nach...

Russland und Syrien einigen sich auf Umwandlung von Militärstützpunkten nach Assads Sturz

Russia, Syria, map, flags
Shutterstock.com

Syrien und Russland haben sich nach 18-monatigen Verhandlungen darauf geeinigt, die Militärstützpunkte Tartus und Hmeimim in gemeinsame Ausbildungszentren umzuwandeln.

Syrien hat offiziell ein neues Abkommen über die Zukunft der russischen Militärstützpunkte auf seinem Staatsgebiet bekannt gegeben. Nach dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Bashar al-Assad verhandelten die beiden Nationen 18 Monate lang über den Status dieser strategischen Außenposten. Die historische Vereinbarung wird die bestehenden militärischen Einrichtungen in gemeinsame Ausbildungszentren umwandeln und gleichzeitig zivile Anlagen an die örtlichen Behörden übergeben.

Umwandlung strategischer militärischer Außenposten

Das diplomatische Abkommen konzentriert sich stark auf den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und den Marinebasishafen Tartus an der Mittelmeerküste. Laut einem Bericht von Digi24 werden diese spezifischen Standorte nun als gemeinsame Ausbildungszentren dienen, um gegenseitige Sicherheitsinteressen zu wahren. Dieser Übergangsprozess hat eine strikte Frist und muss innerhalb von maximal drei Monaten vollständig abgeschlossen sein.

Als Teil dieses umfassenden Deals wird die syrische Regierung auch die direkte Kontrolle über die zivilen Bereiche beider Stützpunkte übernehmen. Der syrische Außenminister führte kürzlich eine gründliche Inspektion der verschiedenen Einrichtungen und der Infrastruktur durch, die in der neuen Absichtserklärung enthalten sind. Staatliche Nachrichtenagenturen haben diese ausgehandelte Übertragung von Militäreigentum offiziell als einen historischen Moment für die Nation beschrieben.

Relikte eines verheerenden Bürgerkriegs

Diese strategischen Standorte dienten zuvor als Russlands einzige offizielle militärische Außenposten außerhalb der Grenzen der ehemaligen Sowjetunion. Wie von Digi24 angemerkt, blieben sowohl der Marinehafen als auch der Flugplatz während des gesamten langwierigen Verhandlungszeitraums voll betriebsfähig. Moskau verließ sich stark auf diese Einrichtungen während seiner großen militärischen Intervention im syrischen Bürgerkrieg, die 2015 begann.

Während dieses gewaltsamen Konflikts nutzten die russischen Streitkräfte diese Stützpunkte, um verheerende Bombardements gegen von Rebellen gehaltene Gebiete im ganzen Land zu starten. Die von diesen Küsteninstallationen bereitgestellte militärische Unterstützung half dabei, Bashar al-Assad fast ein Jahrzehnt lang an der Macht zu halten. Heute lebt der ehemalige syrische Präsident als Flüchtling in Russland, während die neue Regierung in Damaskus aktiv seine Auslieferung anstrebt.

Sich verändernde diplomatische Beziehungen

Nach dem dramatischen Regimewechsel in Syrien sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Moskau und Damaskus in eine neue Phase eingetreten. Laut Digi24 hat der russische Präsident Wladimir Putin den neuen syrischen Führer Ahmed al-Sharaa bereits zweimal in Moskau empfangen. Diese hochrangigen Treffen demonstrieren den beiderseitigen Wunsch, trotz der jüngsten politischen Umwälzungen stabile diplomatische Beziehungen aufrechtzuerhalten.

Die Umwandlung der Stützpunkte Tartus und Hmeimim stellt einen breiteren Wandel im regionalen militärischen Gleichgewicht dar. Anfang dieses Jahres beschloss der Kreml zudem, seine Streitkräfte vollständig von einem Flughafen im Nordosten Syriens abzuziehen. Dieser schrittweise Abbau der russischen Militärpräsenz markiert einen bedeutenden Wendepunkt für die vom Krieg erschütterte Nation im Nahen Osten.