Startseite Krieg Putin ist zu Hause nicht mehr sicher, nachdem der jüngste...

Putin ist zu Hause nicht mehr sicher, nachdem der jüngste Luftangriff den Palast ungeschützt zurücklässt

Putins Palace
Google Earth

Das weitläufige Anwesen verfügt über eine Eishockeybahn, eine Privatkirche, ein riesiges Kino und eine berüchtigte Aqua-Disco.

Wenn ein Staatschef einen geheimen Rückzugsort an der Küste errichtet, hat die Sicherheit normalerweise oberste Priorität.

Schwere Waffen sichern den Umfang, um unerwünschte Besucher fernzuhalten. Doch selbst die dichtesten Verteidigungsblasen können platzen.

Der Schutzschild fällt

Ukrainische Streitkräfte haben systematisch die schweren Luftabwehranlagen demontiert, die die Schwarzmeerküste nahe Gelendzhik schützten. Dieser spezifische Küstenabschnitt beherbergt einen weitläufigen Luxuskomplex, der weltweit als der private Palast des russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannt ist.

Das Schutznetz zerfiel in zwei unterschiedlichen Phasen. Laut der von Digi24 zitierten „Moscow Times“ erfolgte der erste Schlag am 7. August gegen eine massive Einheit für elektronische Kriegsführung.

Diese Störanlage, genannt „Volna Kupol Garant“, blockiert Satellitensignale über ein riesiges Gebiet. Der Militäranalyst Yan Matveiev bemerkte, dass die Ausrüstung Drohnen zwar effektiv stoppe, aber wie eine „kleine Militärbasis aussehe und leicht aus der Luft identifiziert werden könne“.

Den Himmel freimachen

Das Ausschalten des Signalstörers schuf einen blinden Fleck im lokalen Luftraum. Ukrainische Drohnen flogen schnell durch diese neu entstandene Lücke, um eine S-400-Raketenbatterie anzugreifen, die nur 500 Meter entfernt lag.

Der Raketenwerfer erhielt in der Nacht des 9. August einen direkten Treffer. Robert Brovdi, ein ukrainischer Kommandeur, der Einheiten für unbemannte Systeme leitet, berichtete, die Batterie habe sechs Raketen gleichzeitig abgefeuert, bevor sie explodierte.

Das daraus resultierende Feuer brannte drei Stunden lang. Bei der Analyse der Folgen gab Matveiev eine unverblümte Einschätzung der neuen Realität an der Küste ab.

„Satellitenbilder zeigen die Zerstörung mindestens eines Werfers. Nun ist Putins Palast ungeschützt“, erklärte der Militäranalyst in von Digi24 zitierten Berichten.

Ein Spielplatz für Milliardäre

Das weitläufige Küstengrundstück liegt etwa 20 Kilometer außerhalb der Stadt Gelendzhik. Es erlangte massive weltweite Bekanntheit, als der verstorbene Oppositionsführer Alexej Nawalny eine tiefgehende, detaillierte Untersuchung des streng bewachten Komplexes veröffentlichte.

Sein Team enthüllte ein Anwesen voller extravaganter Luxusgüter. Das weitläufige Anwesen verfügt über eine Eishockeybahn, eine Privatkirche, ein riesiges Kino und eine berüchtigte Aqua-Disco.

Russische Sicherheitskräfte setzen eine strikte Flugverbotszone über dem Hauptgebäude durch. Das umliegende Land gehört Berichten zufolge direkt föderalen Sicherheitsagenten, wodurch eine massive Pufferzone um den Komplex geschaffen wird.

Der Bau der Festung am Meer kostete schätzungsweise 100 Milliarden Rubel. Nachdem sein schwerer militärischer Schutzschild endlich durchbrochen wurde, wirkt der weitläufige Komplex aus der Luft plötzlich unglaublich verwundbar.

Quellen: The Moscow Times, Digi24