Mehr als 60 Prozent dieses neuen Vermögens stammen direkt aus dem Persischen Golf.
Wenn mächtige Persönlichkeiten ein öffentliches Amt antreten, lassen sie ihre privaten Geschäfte üblicherweise ruhen.
Die Vermischung von globaler Diplomatie mit persönlichem Gewinn führt zu einer unangenehmen Grauzone.
Doch einige Führungspersönlichkeiten ziehen es vor, ihre Kassen klingeln zu lassen, während sie das Land regieren, und verwandeln internationalen Ruhm in enormes Privatvermögen.
Massiver Gewinnsprung
Donald Trump verzeichnete im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit einen starken Anstieg seines internationalen Immobiliengeschäfts. Seine Marke erwirtschaftete im Jahr 2025 Auslandseinnahmen in Höhe von $59,5 Millionen.
Diese Zahlen bedeuten einen massiven Anstieg von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut einer Analyse von CNBC liegen die Gewinne fast zehnmal höher als im Jahr 2023.
Die Trump Organization hat ihr früheres Versprechen, neue Auslandsgeschäfte zu vermeiden, aufgegeben. Heute erlaubt das Unternehmen große Vereinbarungen mit privaten Entwicklern und kassiert hohe Gebühren allein für die Vermietung des berühmten Namens.
Geld aus der Golfregion
Mehr als 60 Prozent dieses neuen Vermögens stammen direkt aus dem Persischen Golf. Lokale Entwickler tragen alle Baukosten und zahlen Millionen allein dafür, die Marke auf Luxustürmen anzubringen.
Zwei wichtige Akteure stechen in den Finanzunterlagen hervor. Die saudi-arabische Dar Al Arkan Gruppe und der emiratische Entwickler Damac zahlten zig Millionen für regionale Markenrechte.
Die Beziehung zu Damac beunruhigt Ethikexperten besonders. Das Unternehmen zahlte $11,3 Millionen für Projekte in Abu Dhabi, obwohl dort noch keine aktiven Baustellen existieren.
Grenzen verschwimmen
Unterdessen kündigte Damac-Gründer Hussain Sajwani einen $20 Milliarden schweren Plan zum Bau von Rechenzentren in den Vereinigten Staaten an. Nur sechs Monate später unterzeichnete der Präsident eine Anordnung zur Beschleunigung der bundesstaatlichen Genehmigungen. Die neuen Regeln passten perfekt zu genau diesen Einrichtungen.
Ähnliche Überschneidungen zeigen sich in Katar und Oman. Trump kassierte Millionen für Luxusprojekte, die mit staatlich unterstützten Entwicklern verbunden waren, genau zu dem Zeitpunkt, als seine Regierung wichtige diplomatische Abkommen mit diesen Nationen aushandelte.
Weitere $5 Millionen stammten von einem Golfresort in der Nähe von Hanoi. Dieses Geschäft kam voran, gerade als vietnamesische Beamte mit Washington verhandelten, um einen hohen Handelszoll zu vermeiden.
Jegliche Einflussnahme dementiert
Journalisten von CNBC fanden keine direkten Beweise dafür, dass diese Zahlungen die offizielle Regierungspolitik änderten. Dennoch argumentieren Überwachungsgruppen, dass ausländische Staats- und Regierungschefs nun einen direkten Zugang zum Bankkonto des Präsidenten haben.
Die Trump Organization bestritt entschieden jegliches Fehlverhalten. Unternehmensvertreter behaupten, das Geschäft werde „vollständig getrennt von der Präsidentschaft“ geführt, mit Unterstützung externer Ethikberater.
Das Weiße Haus wiederholte diese Verteidigung. Beamte erklärten, dass das „einzige Sonderinteresse“, das die Regierung antreibe, „das Interesse des amerikanischen Volkes“ bleibe.
Quellen: CNBC, News.ro