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Obamas „größter Fehler“ und die Folgen: Nordafrika rüstet für 320 Milliarden Dollar auf

Barack Obama
Evan El-Amin / Shutterstock

Westliche Politiker nutzen das zerrüttete Land als Lehrbuchbeispiel dafür, was es zu vermeiden gilt.

Wenn ein Haus in Ihrer Straße brennt, überprüfen Sie sofort Ihre eigenen Rauchmelder.

Eine plötzliche Katastrophe direkt nebenan verändert, wie Menschen ihr Geld ausgeben und sich auf das Schlimmste vorbereiten.

Für mehrere Nationen, die eine volatile Grenze teilen, hatte diese Lektion enorme Kosten zur Folge.

Eine teure Lektion

Vor fünfzehn Jahren half eine ausländische Militärkoalition dabei, Muammar Gaddafi in Libyen von der Macht zu entfernen. Der plötzliche Zusammenbruch hinterließ ein gefährliches Vakuum, das Schockwellen durch die gesamte Region sandte.

Zu beobachten, wie sich das Land selbst zerfleischte, versetzte die Regierungen der Nachbarländer in Angst und Schrecken. Um ihre eigenen Grenzen zu schützen, starteten Nationen wie Ägypten, Marokko, Algerien und Tunesien massive Rüstungsausgaben.

Laut Business Insider, basierend auf Zahlen des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), gaben diese Regierungen zwischen 2011 und 2025 über 320 Milliarden US-Dollar für militärische Aufrüstung aus. Sie beschafften Kampfdrohnen, Tarnkappenjets und moderne Kriegsschiffe.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama reflektierte bekanntlich über das Chaos während eines Interviews mit Fox News im Jahr 2016. Er bezeichnete seinen „größten Fehler“ als Präsident als „wahrscheinlich das Versäumnis, für den Tag nach dem zu planen, was meiner Meinung nach die richtige Entscheidung war, in Libyen zu intervenieren.“

Der Preis des Chaos

In derselben Sendung verteidigte Obama die anfängliche Militäraktion. Er merkte an, dass die Mission „umfangreiche zivile Opfer vermieden (und) einen beinahe sicher langwierigen und blutigen Bürgerkrieg verhindert“ habe.

Dennoch gab er die bittere Realität des Endergebnisses zu. „Und trotz alledem ist Libyen ein Chaos“, sagte Obama.

Die finanzielle Zerstörung ist erschreckend. Vor dem Krieg zählte die Weltbank Libyen zu den reichsten Ländern Afrikas pro Kopf.

Heute ist das Bild unglaublich düster. Der Internationale Währungsfonds warnte kürzlich, dass die aktuelle finanzielle Ausrichtung „nicht nachhaltig“ sei, und verwies auf massive Staatsverschuldung und eine explodierende Inflation.

Eine globale Warnung

Westliche Politiker nutzen das zerrüttete Land nun als Lehrbuchbeispiel dafür, was es zu vermeiden gilt. Es dient als drastische Mahnung vor den Gefahren erzwungener Regierungswechsel.

Während die Spannungen im Nahen Osten steigen, verweisen amerikanische Führungspersönlichkeiten häufig auf die nordafrikanische Nation. US-Vizepräsident JD Vance warnte kürzlich davor, den Iran in „ein weiteres Libyen“ zu verwandeln.

Der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker, äußerte Anfang dieses Jahres genau dieselbe Ansicht. „Wir wollen kein weiteres Libyen-Szenario“, erklärte er.

Unterdessen bleibt Libyen zweigeteilt. Seine wohlhabenden Nachbarn rüsten sich weiterhin, entschlossen, niemals dasselbe Schicksal zu erleiden.

Quellen: Fox News, Business Insider