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US-Wirtschaft verliert an Schwung: Trump gerät unter Druck, während Haushalte die Belastung spüren

Donald Trump
Foto: Shutterstock.com

Die Kaufkraft der Haushalte bleibt im Fokus, während sich das Wachstumstempo in den USA verlangsamt. Bundesdaten zeigen, dass die Wirtschaft weiterhin wächst, während die Preissteigerungen über dem langfristigen Ziel der Federal Reserve liegen.

Das US-Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal 2026. Das reale BIP stieg auf das Jahr hochgerechnet um 1,5 Prozent, wie das Bureau of Economic Analysis mitteilte. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte das Wachstum noch bei 2,1 Prozent gelegen.

Der PCE-Preisindex lag im Juni 3,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, schreibt Morningstar. Damit blieb das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve über ihrem langfristigen Ziel von 2 Prozent.

Ein separater Bericht, den das Bureau of Labor Statistics am 12. August veröffentlichte, wies für Juli eine Verbraucherpreisinflation von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Diese Zahl wurde nach den Wirtschaftsberichten veröffentlicht, die während David Cay Johnstons Auftritt im Podcast The Dean Obeidallah Show diskutiert worden waren.

Kaufkraft der Haushalte bleibt im Mittelpunkt

Johnston, ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Investigativjournalist und Dozent am Rochester Institute of Technology, argumentiert in der Folge, dass ein positives BIP-Wachstum mit erheblichem finanziellem Druck auf Familien einhergehen kann, wenn deren laufende Haushaltsausgaben weiter steigen.

Seine Kritik konzentrierte sich auf die Preisgestaltung bei verschreibungspflichtigen Medikamenten, die Besteuerung, die Unternehmenskonzentration und Aktienrückkäufe. Johnston argumentierte, dass bestimmte staatliche Vorschriften und Geschäftspraktiken großen Unternehmen und wohlhabenden Investoren unverhältnismäßig große Vorteile verschaffen.

Der Bericht des BEA vom 30. Juli zeigte, dass die persönlichen Einkommen von Mai bis Juni um 0,2 Prozent stiegen. Gleichzeitig blieben die Preise auf erhöhtem Niveau, und der PCE-Preisindex lag 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Johnstons Kernpunkt war einfacher: Für viele Amerikaner werden die Einkommenszuwächse, die sie verzeichnen, durch höhere Alltagskosten aufgezehrt.

Die Trump-Regierung hat ihre wirtschaftliche Bilanz verteidigt und dabei auf Investitionen, die verarbeitende Industrie, die Steuerpolitik und das Verbrauchervertrauen verwiesen. Mitteilungen des Weißen Hauses haben diese Faktoren als Anzeichen dafür dargestellt, dass die Politik der Regierung zu besseren wirtschaftlichen Bedingungen führt.

Steuerkontrolle wird Teil der Debatte

Der Internal Revenue Service war ein weiterer Schwerpunkt von Johnstons Kritik. Er stellte infrage, ob die Behörde weiterhin über ausreichende Kapazitäten verfügt, um komplizierte Gestaltungen zu untersuchen, an denen wohlhabende Steuerzahler und große Unternehmen beteiligt sind.

Die Steuerpolitik war ein zentraler Bestandteil von Johnstons Karriere. Seine Berichterstattung befasste sich laut dem Rochester Institute of Technology unter anderem mit Besteuerung, Managervergütungen und Ungleichheit, darunter auch während seiner 13 Jahre bei The New York Times.

Johnston verknüpfte die Frage der Steuerkontrolle mit umfassenderen Bedenken hinsichtlich der staatlichen Aufsicht. Er argumentierte, dass die Loyalität gegenüber Trump zunehmend Einfluss auf Institutionen genommen habe, die eigentlich unabhängig arbeiten sollen.

Er äußerte zudem Bedenken mit Blick auf künftige Wahlen. Er sagte voraus, dass Maßnahmen von Bundesbehörden Menschen in politisch umkämpften Gebieten von einer Teilnahme abhalten könnten, und deutete an, dass Maßnahmen in der Nähe von Wahllokalen die Wahlbeteiligung beeinflussen könnten.

Auch die Aufsicht durch den Kongress geriet in die Kritik. Johnston, der Donald Trump seit Jahrzehnten journalistisch begleitet, argumentierte, dass republikanische Abgeordnete zu zögerlich gewesen seien, den Präsidenten herauszufordern, wenn Fragen zur Exekutivgewalt und zur Rechenschaftspflicht der Regierung aufkommen.

Zu den wirtschaftlichen Fragen werden bald neue Daten vorliegen. Die USA gingen mit einem langsameren, aber weiterhin positiven BIP-Wachstum und einer PCE-Inflation über dem Ziel der Federal Reserve in die zweite Hälfte des Jahres 2026. Die kommenden Berichte zu BIP, Inflation und persönlichen Einkommen werden zeigen, ob der Preisdruck nachlässt, während das Wachstum anhält.

Quellen: The Dean Obeidallah Show; Bureau of Economic Analysis; Bureau of Labor Statistics; Morningstar; Rochester Institute of Technology; Weißes Haus