Eine traditionsreiche Sommerveranstaltung kehrte mit einem ungewöhnlichen Teilnehmerfeld zurück und sorgte für große Aufmerksamkeit. Die Organisatoren nutzten die Gelegenheit außerdem, um auf Tierrettung, Adoption und Tierschutz aufmerksam zu machen.
Bei drei früheren Teilnahmen war Jinny Lu der Hauptpreis verwehrt geblieben. Das änderte sich beim World’s Ugliest Dog Contest 2026, bei dem der sechsjährige Mops auf der Sonoma County Fair in Santa Rosa den ersten Platz belegte.
The New York Times berichtete, dass Jinny Lu, die 2025 den zweiten Platz belegt hatte, sieben weitere Teilnehmer hinter sich ließ. Der Sieg brachte ihrer Besitzerin Michelle Grady 5.000 Dollar und eine Trophäe ein.
Pinky, eine Albino-Mischung aus Zwergspitz und Chihuahua, belegte den zweiten Platz und erhielt 3.000 Dollar. Otto, ein Chihuahua-Mischling, wurde Dritter und erhielt 2.000 Dollar.
Der Wettbewerb fand am 14. August auf dem Sonoma County Fairgrounds statt. Sein heutiger Austragungsort ist noch relativ neu: Die Veranstaltung zog 2025 nach Santa Rosa um, nachdem sie jahrelang Teil der Sonoma-Marin Fair in Petaluma gewesen war.
Ihre Geschichte führt über Kontinente
Jinny Lus Geschichte begann weit entfernt vom Veranstaltungsgelände. Laut ihrer Biografie wurde sie „bei eisiger Kälte in einer Holzkiste in den Bergen Südkoreas gefunden“.
Die Organisatoren schreiben zwei Tierrettungsorganisationen eine entscheidende Rolle auf ihrem Weg in ein neues Leben zu: Pug Rescue of Korea in Long Beach und Pug Hotel Senior Pug Sanctuary in Rohnert Park. Heute verbringt sie ihre Zeit mit Grady und anderen Hunden. In ihrem offiziellen Profil heißt es, dass sie gerne kuschelt, in der Sonne liegt und Besucher begrüßt.
Ihr Aussehen hat sie bei dem Wettbewerb besonders einprägsam gemacht, vor allem ihre herausgestreckte Zunge und ihre auffälligen Augen. Abseits des Bewertungsbereichs zeichnen die Organisatoren ein weniger formelles Bild ihrer Persönlichkeit und erwähnen unter anderem ihre Angewohnheit, ihr eigenes Spiegelbild anzuschreien.
Der Wettbewerb folgt festen Regeln
Trotz seines verspielten Namens und der Atmosphäre des roten Teppichs gelten für den Wettbewerb feste Teilnahmebedingungen. Die Organisatoren verlangen tierärztliche Unterlagen, einen Nachweis über eine gültige Tollwutimpfung, ein Foto sowie eine schriftliche Biografie mit Angaben unter anderem zur Vorgeschichte und Persönlichkeit des Tieres sowie zu früheren Teilnahmen.
Die Teilnehmer müssen außerdem bestimmte Gesundheitsunterlagen mitbringen. Nach Angaben der Organisatoren werden die Tiere vor der Teilnahme tierärztlich untersucht. Es fällt keine Teilnahmegebühr an, und jedes teilnehmende Tier sowie eine festgelegte Begleitperson erhalten am Veranstaltungstag freien Eintritt zur Messe.
Der Zweck der Veranstaltung geht über die Wahl eines besonders ungewöhnlichen Siegers hinaus. Nach Angaben des Wettbewerbs soll die Adoption von Tieren gefördert werden. Besucher erhalten zudem die Möglichkeit, mit lokalen Tierrettungsorganisationen in Kontakt zu kommen. Viele der teilnehmenden Tiere stammen aus Tierheimen oder waren zuvor in sogenannten Welpenfabriken untergebracht. Die Organisatoren beschreiben die Veranstaltung als eine Feier „der Unvollkommenheiten, die jeden Hund besonders und einzigartig machen“.
Für Jinny Lu bringt der erste Platz Aufmerksamkeit weit über Santa Rosa hinaus. Zum offiziellen Preispaket gehört eine gesponserte Reise nach New York für einen Live-Auftritt in der Sendung Today. The New York Times berichtete zudem, dass sie auf einer limitierten Auflage von Mug-Root-Beer-Dosen zu sehen sein soll.
Quellen: The New York Times, Sonoma County Fair