Startseite Welt Trump Organization verklagt Capital One: Bankkonten geschlossen, Betrugsvorwürfe im Raum

Trump Organization verklagt Capital One: Bankkonten geschlossen, Betrugsvorwürfe im Raum

Donald Trump
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Ein kürzlich veröffentlichter Podcast beleuchtete die undurchsichtigen Mechanismen hinter diesen plötzlichen Schließungen von Firmenkonten.

Wenn ein Unternehmen plötzlich den Zugang zu seinen Bankkonten verliert, sind die Folgen gravierend.

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Finanzinstitute die Geschäftsbeziehung nur dann beenden, wenn ein Kunde kein Geld mehr hat.

In Wirklichkeit verfügen moderne Banken über weitreichende Befugnisse, Konten aus einer Vielzahl komplexer, nicht offengelegter Gründe zu schließen.

Eine massive Klage

Die Trump Organization führt einen hochriskanten Rechtsstreit gegen Capital One. Der Streit dreht sich um die Entscheidung der Bank, rund dreihundert Konten, die mit Donald Trump, seinen Familienmitgliedern und seinen verschiedenen Markenunternehmen verbunden sind, abrupt zu schließen.

Diese Schließungen erfolgten im März 2021. Anwälte der Trump Organization reichten kürzlich in Florida eine Klage ein, in der sie behaupten, die Bank habe sie nach den Unruhen im US-Kapitol aus politischen Gründen ins Visier genommen.

Trumps Anwaltsteam argumentiert, die Bank habe aus reiner politischer Angst gehandelt. Sie wollen das Finanzinstitut für das zur Rechenschaft ziehen, was die Kläger als illegale „Debanking“-Praktiken bezeichnen.

Vehementer Widerspruch

Capital One hat diesen brisanten Behauptungen offiziell widersprochen. Führungskräfte reichten kürzlich neue Gerichtsunterlagen ein, in denen sie entschieden bestreiten, die Konten aufgrund politischer Voreingenommenheit geschlossen zu haben.

Laut einem detaillierten Bericht von NPR legte Capital One offen, dass ihr internes Team für Finanzkriminalität das gesamte Portfolio markiert hatte.

Die Anwälte des Unternehmens erklärten, sie hätten die umfangreiche Geschäftsbeziehung erst nach Abschluss einer langen, sorgfältigen Geldwäscheprüfung durch spezialisierte Ermittler beendet.

„Die von Capital One identifizierten Transaktionsmuster gehören zu den Arten von Aktivitäten, die von den Richtlinien des Bundesbankwesens als verdächtig eingestuft werden“, erklärten die Anwälte in der Gerichtsakte.

Hinter den Kulissen

Ein kürzlich veröffentlichter Podcast beleuchtete die undurchsichtigen Mechanismen hinter diesen plötzlichen Schließungen von Firmenkonten. In einer von NPR ausgestrahlten Finanzsendung untersuchten Reporter, wie Banken genau über die Beendigung von Kundenbeziehungen entscheiden und ob Politik bei diesen Entscheidungen tatsächlich eine wesentliche Rolle spielt.

Während der Episode diskutierten die Moderatoren, was die Ermittler von Capital One bei ihrer internen Finanzprüfung möglicherweise gesehen haben. Da Bundesgesetze zum Bankgeheimnis Institute oft daran hindern, ihre Entscheidungen öffentlich zu erläutern, bleiben Kunden in der Regel völlig im Dunkeln.

Trotz der laufenden Klage beteuert Capital One, die heikle Situation vorschriftsmäßig gehandhabt zu haben. Führungskräfte merkten an, dass sie die Kündigung vertraulich behandelt hätten. Sie hätten der Trump Organization sogar mehrere Fristverlängerungen gewährt, um ihr bei der Sicherung neuer Bankdienstleistungen zu helfen, bevor die Konten offiziell geschlossen wurden.

Quellen: NPR, Capital One (Gerichtsakten)