Wenn Donald Trump dachte, er könne seine Beziehung zu Kim Jong Un stärken, indem er Südkorea den Rücken kehrte, so irrte er sich laut der Schwester des berüchtigten Diktators gewaltig.
Trump sorgte kürzlich für Aufsehen, als er Pete Hegseth anwies, die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu reduzieren.
Der Schritt sollte die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea abbauen.
Doch die Führung in Pjöngjang zeigte sich unbeeindruckt.
Trumps Freundschaftsversuch von der Diktatorenschwester zurückgewiesen
Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un, wies die Geste zurück. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, erklärte sie: „Wir halten es nicht für kommentierenswert und haben keinerlei Interesse daran.“ Sie betonte, dass kleinere Übungen ihren feindseligen Zweck nicht änderten.
„Der provokative, aggressive Charakter der Übungen wird sich nicht ändern, auch wenn ihre Dauer und ihr Umfang reduziert wurden“, fügte Kim Yo Jong.
Sie merkte an, dass frühere Kriegsspiele und Seouls Bestreben nach Atom-U-Booten die anhaltende Bedrohung bewiesen.
Eine stürmische Beziehung
Trump selbst teilte Reportern mit, er habe eine Antwort von Kim Jong Un erhalten, und prognostizierte gleichzeitig ein weiteres Gipfeltreffen. Auf die Frage, ob er Kim dieses Jahr treffen würde, sagte Trump: „Ja, das werde ich.“
Kim Yo Jong dementierte jegliche laufende Kommunikation. Das letzte Mal trafen sich Donald Trump und Kim Jong Un im Jahr 2018, als die beiden Staatschefs in der Koreanischen Demilitarisierten Zone zusammenkamen.
Die Beziehung durchlief seither Phasen höchster Lobpreisungen und persönlicher Angriffe zwischen den beiden Staatschefs. Es scheint, dass Trump sich mittlerweile Kim Jong Un gegenüber aufgeschlossener zeigt.
Ein Verbündeter unter Druck
Die Entscheidung, die Militärübungen zu reduzieren, traf Südkorea völlig unvorbereitet.
Einige Militärexperten behaupten, Trump habe Südkorea wegen dessen mangelnder Bereitschaft, im Krieg im Iran zu helfen, bestraft. Trump postete, dass gemeinsame Übungen ein Signal aussendeten, das „völlig unangemessen und feindselig“ gegenüber Nordkorea sei, und enthüllte, er habe den südkoreanischen Premierminister gebeten, sich an Operationen im Iran zu beteiligen, „und sie sagten: ‚Nein, danke!‘“
Experten sehen die Reduzierung als klaren Druck auf die südkoreanische Führung. Der Analyst Yang Uk sagte: „Trumps Botschaft ist, dass wir, wenn Sie nicht mit uns im Iran kooperieren, auch nicht mit Ihnen kooperieren“ bezüglich der gemeinsamen Militärübungen zwischen den USA und Südkorea.