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Selenskyj: Ukraine könnte mit mehr Geld täglich 300 Angriffe in Russland starten

Volodymyr Zelenskyy
Україна / Wiki Commons

Diese mögliche Eskalation ist Teil der Bemühungen der Ukraine und ihrer Partner, Russland zu einem Friedensabkommen zu bewegen.

Der finnische Präsident Alexander Stubb enthüllte auf einer hochrangigen Konferenz, dass ukrainische Angriffe tief in Russland weitreichende Konsequenzen haben.

Auf derselben Konferenz gab auch der ukrainische Präsident bekannt, dass das Land diese Bemühungen verstärken könne, sofern es die nötige Finanzierung erhält.

Mehr Angriffe tief in Russland

Bei einem Treffen der Koalition der Willigen in Kiew skizzierte Präsident Wolodymyr Selenskyj Pläne zur Ausweitung weitreichender Angriffe auf Ziele tief im russischen Territorium.

Er sagte Reportern, dass Fabriken nun zwischen 200 und 300 Kampfdrohnen täglich bauen könnten. Diese Waffen können Distanzen von 350 bis 3.000 Kilometern überwinden.

„Wir haben natürlich genug Kapazitäten, um die Produktion zu steigern“, sagte Selenskyj. „Wir werden in der Lage sein, mehr anzugreifen.“

Eine Produktion in diesem Umfang erfordert erhebliche finanzielle Mittel. Selenskyj warnte, dass eine massive Finanzierungslücke von etwa 27 Milliarden US-Dollar die Expansion behindere.

Druck ausüben

„Wir haben Kapazitäten“, sagte Selenskyj. „Wir brauchen mehr Geld, viel mehr.“

Ziel ist es, Russlands expandierender Luftkampagne entgegenzuwirken. Moskau hat seine täglichen Drohnenstarts von etwa 40 vor zwei Jahren auf derzeit rund 500 erhöht. Selenskyj glaubt, dass die Konfrontation gewöhnlicher russischer Bürger mit den Realitäten des Krieges letztlich internen Druck auf Putin ausüben werde.

„Wenn wir diesen Krieg nach Russland zurückbringen und ihn für sie wirklich schmerzhaft machen wollen, damit ihre Gesellschaft ihn spürt und Putin unter Druck setzt, dann ist dies meiner Meinung nach eines der Instrumente, um Putin zu Verhandlungen zu drängen“, sagte Selenskyj.

Verbündete sichern Unterstützung zu

Der finnische Präsident Alexander Stubb unterstützte die Kampagne während des Gipfels. Er bezeichnete die weitreichenden Drohnenangriffe als „sinnvolle Militärstrategie“.

Präsidenten und Premierminister aus Großbritannien, Frankreich, Dänemark und Deutschland leiteten die Gespräche zusammen mit Vertretern aus Kiew. Sie versprachen, die ukrainische Luftverteidigung zu stärken, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verschärfen und dessen Schattenflotte zu bekämpfen.

Die Partner beschlossen zudem, dringende Hilfe zu leisten, um die durch jüngste russische Angriffe beschädigten Energienetze vor Wintereinbruch zu reparieren.