Bei einer Mikrowellenmethode wird das Ei nur kurz gegart, statt in einer Pfanne zubereitet zu werden. Offizielle Hinweise zeigen, warum die Leistung des Geräts, die Konsistenz und die Lebensmittelsicherheit das Ergebnis beeinflussen können.
Mit lediglich einer Schüssel, etwas Öl und wenigen Minuten von der Vorbereitung bis zum Servieren lässt sich in der Mikrowelle ein Ei zubereiten, das einem Spiegelei ähnelt.
Tom Ferris, Mitbegründer des auf Hühnerhaltung spezialisierten Unternehmens Roosty’s und von der Daily Express als Eierexperte bezeichnet, empfiehlt, eine mikrowellengeeignete Schüssel oder Tasse mit etwa einem Esslöffel Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Butter einzufetten, bevor das Ei hineingeschlagen wird.
Bei seiner Methode wird das Eigelb mehrmals mit einer Gabel eingestochen und das Gefäß locker mit einem Papiertuch abgedeckt, um Spritzer zu vermeiden. Salz und Pfeffer können vor dem Garen hinzugefügt werden.
Nach Angaben der Zeitung empfiehlt Ferris bei leistungsstärkeren Geräten etwa 45 Sekunden bei voller Leistung und bei anderen eher rund eine Minute. Anschließend sollte das Ei vor dem Servieren kurz ruhen.
Die relativ große Zeitspanne ist wichtig, da Mikrowellengeräte nicht alle die gleiche Energiemenge abgeben. Eine Einstellung, die in einer Küche funktioniert, kann das Ei in einer anderen deutlich stärker garen. Dadurch wird die Wattzahl des Geräts zu einem Bestandteil der Methode und nicht nur zu einem nebensächlichen Detail.
Die Mikrowellenleistung beeinflusst das Ergebnis
Informationen des USDA erklären, warum eine einzige Garzeit nicht für jedes Gerät geeignet sein kann. Die Wattzahl einer Mikrowelle ist in der Regel an der Innenseite der Tür, auf dem Typenschild an der Rückseite, in der Bedienungsanleitung oder in den Herstellerangaben zu finden.
Das USDA weist darauf hin, dass Eier bei hoher Leistung zäh werden können, und empfiehlt deshalb eine niedrigere Einstellung. Das steht in direktem Widerspruch zu Ferris‘ Methode, bei der die Mikrowelle, wie erwähnt, mit voller Leistung betrieben wird.
Auch die Ruhezeit erfüllt einen praktischen Zweck. Laut den Richtlinien des USDA können Lebensmittel nach dem Ende des Erhitzens in der Mikrowelle weitergaren. Das bedeutet, dass die endgültige Konsistenz nicht unbedingt in dem Moment feststeht, in dem sich das Gerät ausschaltet. Eine ungleichmäßige Erwärmung kann zudem dazu führen, dass einige Bereiche heißer sind als andere.
Wer die gebräunte Oberfläche eines in der Pfanne gebratenen Eis erwartet, sollte seine Erwartungen ebenfalls anpassen. Mikrowellen erzeugen normalerweise nicht die gleiche Knusprigkeit, da die umgebende Luft deutlich kühler bleibt als bei herkömmlichen Garmethoden.
Die Empfehlungen zur Lebensmittelsicherheit sind bei weich gegarten Eiern vorsichtiger. Die FDA empfiehlt, Eier so lange zu garen, bis sowohl Eiweiß als auch Eigelb fest sind. Für Rezepte, bei denen Eier roh oder nicht vollständig gegart bleiben sollen, werden Eier empfohlen, die zur Abtötung von Salmonellen behandelt wurden, oder pasteurisierte Eiprodukte.
Nach den Richtlinien der FDA sollten Eier und eihaltige Speisen, die in der Mikrowelle zubereitet werden, durchgehend eine Temperatur von 74 Grad Celsius beziehungsweise 165 Grad Fahrenheit erreichen und vor dem Servieren zwei Minuten lang abgedeckt bleiben.
Quellen: Daily Express, USDA Food Safety and Inspection Service, U.S. Food and Drug Administration