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Sender wegen Memo zur Einschränkung des Begriffs „Terroranschlag“ für 9/11 scharf kritisiert

World Trade Center, terrorist attack, 9/11
Rawpixel.com / Shutterstock.com

Der Sender verteidigt das Memo mit dem Hinweis, dass er „äußerste Vorsicht“ walten lasse, bevor er Wörter wie Terrorismus und Terrorist verwende.

Jedes Jahr gedenken Gemeinschaften weltweit der Tragödie des 11. September.

Jahrzehnte nach dem Einsturz der Twin Towers bleibt die Sprache, die zur Beschreibung dieses schrecklichen Morgens verwendet wird, ein Zankapfel intensiver Debatten.

Ein kürzlich bekannt gewordenes internes Memo eines großen öffentlich-rechtlichen Senders zeigt, wie sensibel diese Worte nach wie vor sind.

Nicht als „Terroranschläge“ bezeichnen

Das durchgesickerte Memo wurde zuerst in einer Kolumne in der Toronto Sun von Warren Kinsella veröffentlicht.

In der Kolumne argumentiert er, dass die Anschläge vom 11. September nach jedem „vernünftigen und objektiven Maßstab“ tatsächlich ein Terroranschlag gewesen seien, und zitiert dabei die Definition von Terrorismus in der Encyclopædia Britannica.

Er schreibt weiter, dass er das mutmaßlich vertrauliche Memo Anfang dieser Woche erhalten habe und dass es an die Mitarbeiter der Canadian Broadcasting Corporation (CBC) gerichtet gewesen sei.

Anschließend bettete er seinen eigenen X-Post mit einem Screenshot des betreffenden Absatzes des Memos ein. Der Artikel wird unten fortgesetzt.

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Wortwahl in der Kritik

Kanadas nationaler Rundfunksender hält an den Anweisungen für seine Nachrichtenredaktion fest. Die Richtlinie weist Journalisten an, den 11. September nicht direkt als Terroranschlag zu bezeichnen, ohne die Formulierung einer externen Quelle zuzuschreiben.

Stattdessen bevorzugt der Sender Beschreibungen wie Flugzeugentführungen, die zu Flugzeugabstürzen führten. Diese Haltung löste umgehend Empörung bei Politikern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in ganz Nordamerika aus.

Laut Fox News Digital bezeichnete die New Yorker Stadträtin Vickie Paladino die interne Richtlinie als empörend und beleidigend. „Dies ist nicht nur eine gefühllose Missachtung des Gedenkens an diejenigen, die am 11. September ums Leben kamen“, sagte Paladino.

Verteidigung der Haltung

Der Sender besteht darauf, dass das Memo lediglich eine jahrzehntealte Richtlinie zur umstrittenen Terminologie bekräftige.

„Es ist die Praxis der CBC, äußerste Vorsicht walten zu lassen, bevor die Wörter ‚Terrorist‘ und ‚Terrorismus‘ verwendet werden“, sagte Kerry Kelly, Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit der CBC, in einer Erklärung gegenüber Fox News Digital.

Sie erklärte, dass die Richtlinie die Mitarbeiter dazu anhalte, solche Bezeichnungen zuzuschreiben, anstatt sie als objektive Nachrichtentatsachen darzustellen.

Die Senderverantwortlichen argumentieren, dass diese neutrale Position ihre journalistische Unabhängigkeit schütze. Die Berichterstattung über Gewalttaten erfordere eine sorgfältige Distanz, so Brodie Fenlon, Chefredakteur von CBC News.

Fenlon schrieb zuvor, dass diese Begriffe ein hohes emotionales und politisches Gewicht trügen. Aufgrund dieser Belastung könne die direkte Anwendung des Begriffs eine klare Berichterstattung beeinträchtigen.

Eine breitere Debatte

Kritiker bleiben von der Erklärung des Senders völlig unüberzeugt. Die konservative Abgeordnete Rachael Thomas äußerte in den sozialen Medien ihre starke Missbilligung und nannte die redaktionelle Haltung beschämend.

„Der 11. September war ein Terrorakt. Punkt“, sagte Thomas.

Dies ist nicht das erste Mal, dass der kanadische Sender wegen seiner Sprachregeln in die Kritik gerät. Ähnliche interne Memos tauchten nach den Anschlägen vom 7. Oktober in Israel auf, wo Journalisten identische Anweisungen bezüglich des Wortes Terrorist erhielten.

Offizielle Regierungsbehörden sowohl in Kanada als auch in den Vereinigten Staaten stufen Al-Qaida explizit als terroristische Gruppe ein, die für die Gräueltaten von 2001 verantwortlich ist. Dennoch geht die Mediendebatte über neutrale Berichterstattung versus moralische Klarheit weiter.