Harris wirkte nicht sichtlich beleidigt von den weit verbreiteten Abfuhren.
Wenn die Wahlsaison beginnt, zieht große politische Prominenz normalerweise riesige Menschenmengen und erhebliche Finanzmittel an.
Doch manchmal ist eine berühmte nationale Persönlichkeit genau das Letzte, was eine regionale Kampagne gebrauchen kann.
Die größten Namen einer Partei müssen oft lernen, wann sie sich stillschweigend zurückziehen sollten.
Eine höfliche Ablehnung
Die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris sah sich kürzlich mit einer harten politischen Realität konfrontiert. Mehrere Kandidaten ihrer eigenen Partei lehnen offen ihre Hilfe ab, während die Zwischenwahlen näher rücken.
Laut einem aktuellen Politico-Bericht, der von Huffpost zitiert wird, weichen demokratische Kandidaten, die in ländlichen Gebieten und stark republikanisch geprägten Staaten antreten, aktiv ihren Unterstützungsangeboten aus. Einige Kampagnen haben sie sogar gebeten, sich gänzlich von ihren Wahlkämpfen fernzuhalten.
Das unangenehme Thema kam am Donnerstag während eines Fernsehinterviews zur Sprache. Peter Alexander befragte Harris zu diesem wachsenden Trend der Ablehnung, während er die Sendung „State of Play“ von MS NOW moderierte, die ursprünglich der Ehrung der Aktivistin Gloria Steinem gewidmet war.
Das Ziel im Blick
Harris wirkte nicht sichtlich beleidigt von den weit verbreiteten Abfuhren. Stattdessen konzentrierte die Präsidentschaftskandidatin für 2024 ihre Antworten gänzlich auf die bevorstehenden Zwischenwahlergebnisse.
„Hören Sie, Peter, wir müssen gewinnen, okay? Unterm Strich müssen wir gewinnen“, sagte Harris während der Sendung.
Sie verwies schnell auf ihren eigenen umfangreichen politischen Hintergrund, um ihre Perspektive zu untermauern. Sie bemerkte: „Ich bin lokal angetreten, ich bin für ein landesweites Amt angetreten und natürlich national.“
Trotz ihres umfangreichen Lebenslaufs räumte Harris ein, dass lokale Politiker ihre eigenen Wähler am besten verstehen. Sie erklärte, dass sie von den Kandidaten nichts Geringeres erwarte, als dass sie genau das tun, was nötig ist, um einen Sieg in ihren Heimatbezirken zu sichern.
Die Agenda vorantreiben
Die gebürtige Kalifornierin betonte, dass die Niederlage der republikanischen Macht derzeit ihr oberstes Ziel bleibe. Sie wünscht sich dringend eine starke legislative Kontrolle für Präsident Donald Trump.
„Ich freue mich darauf, im Wahlkampf unterwegs zu sein und Menschen zu helfen, wo ich nützlich sein kann, aber wir müssen dieser gesetzlosen Regierung Einhalt gebieten und den Amerikanern das liefern, was sie brauchen und verdienen: niedrigere Kosten, bezahlbare Gesundheitsversorgung, bezahlbare Kinderbetreuung, was auch immer Sie nennen wollen“, sagte Harris zu Alexander.
Anschließend bekräftigte sie ihre Bereitschaft, sich zurückzuhalten. „Ich unterstütze sie also dabei, alles zu tun, was sie zum Sieg brauchen“, schloss sie.
Lokale Strategie zuerst
Dieser stille Widerstand von Politikern auf Landesebene ist strategisch sinnvoll. Dem Politico-Bericht zufolge wollen diese Kandidaten die Diskussion eng auf lokale Themen konzentrieren und nicht auf nationales Parteidrama.
Nationale Empfehlungen bringen in konservativ geprägten Staaten oft eine schwere Last mit sich. Der demokratische Senatskandidat aus Kansas, Adam Hamilton, fasste die Stimmung perfekt zusammen.
Er sprach offen mit Politico darüber, warum eine Empfehlung von der Westküste im Mittleren Westen schwer nach hinten losgehen könnte. „Jemanden aus Kalifornien kommen zu lassen und zu versuchen, den Einwohnern von Kansas zu sagen, wen sie wählen sollen, ist eine ziemlich schlechte Idee“, sagte Hamilton.
Quellen: Huffpost, MS NOW, Politico