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Trump beschließt, vor Selenskyj mit Putin zu telefonieren: Reihenfolge der Telefonate wirft Fragen auf

Trump beschließt, vor Selenskyj mit Putin zu telefonieren: Reihenfolge der Telefonate wirft Fragen auf
Joshua Sukoff + miss.cabul + paparazzza / shutterstock.com

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner haben sich mit Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew getroffen, um die Friedensverhandlungen voranzubringen.

Die amerikanischen Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am 6. September zu entscheidenden Friedensgesprächen in Kiew gelandet.

Sie trafen sich direkt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, um mögliche Bedingungen für ein Ende des andauernden Konflikts zu besprechen.

Der Besuch folgte auf hochrangige Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Vortag in Moskau.

Bis zu dieser Reise konzentrierten die US-Vertreter ihre Reisen stark auf Treffen mit hochrangigen Beamten in der russischen Hauptstadt.

Laut einem US-Beamten, der mit dem Kyiv Independent sprach, wünscht sich Präsident Donald Trump eine umfassende Berichterstattung seines Teams, bevor er Maßnahmen ergreift.

Trump plant, nach der Berichterstattung seiner Gesandten zuerst Putin anzurufen. Ein separates Telefonat mit Selenskyj wird kurz darauf am 7. September stattfinden.

Warten auf Ergebnisse

Der diplomatische Fortschritt zwischen den beiden Nationen geriet während des US-Krieges gegen den Iran monatelang ins Stocken.

Frühere Gespräche konzentrierten sich stark auf Sicherheitsgarantien, Territorium und mögliche Waffenstillstandsbedingungen, brachten jedoch kaum echte Ergebnisse.

Während das Weiße Haus den Moskauer Dialog als Treffen mit „substanziellen Plänen für die nächsten Schritte“ bezeichnete, berichtete keine der beiden Parteien von einem bedeutenden Durchbruch.

Im Anschluss an die Treffen deutete Selenskyj an, dass diese jüngste diplomatische Bemühung wahrscheinlich keine rasche Lösung des Konflikts bringen werde.

Gleichzeitig erklärte Kushner gegenüber Journalisten, dass Washington darauf abzielt, dreiseitige Gespräche unter Einbindung von Kiew und Moskau wiederzubeleben.

Trump nutzte bereits in der Vergangenheit direkte Telefonate, um an die Besuche seiner Gesandten in Moskau und Kiew anzuknüpfen.

Nachdem sich ukrainische Vertreter im Dezember 2025 mit ihm in Mar-a-Lago getroffen hatten, betrieb der US-Machthaber eine ähnliche Telefondiplomatie mit beiden Seiten, wie The Kyiv Independent berichtet.

Noch kein Durchbruch

Trotz der erneuten diplomatischen Aktivitäten bleibt ein dauerhaftes Abkommen ungewiss.

Reuters berichtete am 7. September, dass der Kreml die Wiederaufnahme dreiseitiger Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den Vereinigten Staaten nicht ausschließe, es jedoch noch zu früh sei, um über konkrete Termine oder einen Tagungsort zu sprechen.

Die zurückhaltende Reaktion unterstreicht die Unsicherheit bezüglich der jüngsten amerikanischen Initiative: Die Gesandten Washingtons haben nun beide Seiten getroffen, aber diese getrennten Gespräche in direkte Verhandlungen zu verwandeln, wird der nächste große Test sein.

Vorerst scheint sich der diplomatische Kanal wieder zu öffnen — doch ein Durchbruch bleibt außer Reichweite.