Die freche Geste verspottete Wladimir Putin direkt.
Hochrangige internationale Diplomatie ist normalerweise von dunklen Anzügen, ernsten Gesichtern und sorgfältig formulierten Erklärungen geprägt.
Doch hin und wieder durchbricht eine Prise politischen Humors die feierliche Atmosphäre.
Genau das geschah, als amerikanische Gesandte in der Ukraine eintrafen, nachdem sie den Kreml verlassen hatten.
Ein sarkastisches Geschenk
US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner reisten am Sonntag nach einem hochrangigen Zwischenstopp in Moskau nach Kiew. Laut WP trafen sie sich zu einer zweiten Runde von Friedensverhandlungen, die auf ein Ende des Krieges abzielten.
Das Treffen nahm eine unerwartete Wendung, als der ukrainische Unterhändler David Arakhamia die Amerikaner begrüßte. Er erschien in einem T-Shirt, auf dem die Worte „Kiewer Regime“ aufgedruckt waren.
Das ukrainische Team überreichte Kushner und Witkoff daraufhin identische T-Shirts als persönliches Geschenk.
Die freche Geste verspottete Wladimir Putin direkt. Nur einen Tag zuvor in Moskau hatte der russische Staatschef denselben Gesandten über ein finsteres „Kiewer Regime“ doziert, das endlich „aufhören würde, seine wahre Natur zu verbergen“.
Europäische Verbündete schließen sich an
Jenseits des modischen Statements wurde in der Hauptstadt ernsthafte diplomatische Arbeit fortgesetzt. Ukrainische Medien berichteten, dass die zweite Diskussionsrunde mit dem Team des Weißen Hauses am Sonntagabend abgeschlossen wurde.
Der diplomatische Prozess wird sich bald erheblich erweitern. Vertreter aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland werden voraussichtlich an der nächsten Phase der Gespräche teilnehmen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzte die sozialen Medien, um sein Engagement für eine Lösung zu bekunden.
Er schrieb auf X: „Wir sind bereit zu reden. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv bleiben. Wir wollen das Ende des Krieges näherbringen. Wir brauchen Frieden. Wir brauchen Sicherheitsgarantien. Wir brauchen einen würdevollen Nachkriegsfrieden. Unsere Vorschläge liegen bereit. Es ist wichtig, koordiniert, substanziell und realistisch vorzugehen.“
Zwischenstopp in Moskau
Der Kiewer Gipfel fand unmittelbar nach dem Besuch des amerikanischen Teams in Moskau am Samstag statt. Während dieser Reise trafen sich die Gesandten hinter verschlossenen Türen mit Putin und seinen hochrangigen Beratern.
Russische Beamte beschrieben diese Gespräche in glühenden Worten. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte Reportern, die Gespräche seien „konstruktiv, äußerst offen und auf Vertrauen basierend“ gewesen.
Er fügte hinzu, die amerikanische Delegation habe „eine Reihe von Ideen“ zur Erzielung einer Einigung vorgelegt. Unterdessen nannte der russische Finanzchef Kirill Dmitrijew die Reise einen „wichtigen Friedensbesuch“.
Nun, da europäische Mächte hinzukommen, treten die Gespräche in eine wesentlich breitere Phase ein.
Quellen: WP, PAP, NEXTA, Ukrainska Pravda