Der rechtsextreme israelische Minister löschte die Videos später nach massiver Kritik von allen Seiten.
Itamar Ben-Gvir, Israels Minister für nationale Sicherheit, hat still und heimlich zwei schockierende Videos von seinen Social-Media-Plattformen gelöscht.
Die beiden Videos wurden von einer KI erstellt.
Eines der Videos zeigt eine KI-Version seiner selbst, die inhaftierte Palästinenser in Konzentrationslager schickt.
Itamar Ben-Gvir nutzte das Video, um sich als Superheld darzustellen, nachdem er Häftlinge an einem Fließband inspiziert hatte, die anschließend in etwas gingen, das wie ein Gefängnis oder Konzentrationslager aussah. Der Clip endete mit einem Slogan, der verkündete: „Wir haben versprochen, die Sommerlager zu beenden, und das haben wir getan.“
Hier ist das Video. WARNUNG: Das Video enthält möglicherweise Bilder, die einige Leser als verstörend empfinden könnten.
KI-Video löst internationale Empörung aus
Nachdem die Videos auf seinen Social-Media-Plattformen veröffentlicht worden waren, brach schnell eine breite Welle der Empörung von allen Seiten herein.
Einige amerikanische Politiker zeigten sich empört. Der Kongressabgeordnete aus Arizona, Ruben Gallego, erklärte: „Dieser Drecksack sollte niemals in die USA gelassen werden.“
Ebenso verurteilte der Sprecher des deutschen Außenministeriums, Martin Giese, die Videos. „Das ist natürlich völlig inakzeptabel. Es ist entsetzlich“, erklärte er laut Al Jazeera.
Vor der Wahl: Ben-Gvir radikalisiert sich weiter
Dies ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass Ben-Gvir Videos von sich selbst postet, in denen er palästinensische Gefangene verspottet und herabwürdigt. Im Mai tauchte ein Video auf, das ihn dabei zeigte, wie er einen inhaftierten Flottillenaktivisten verhöhnte, der versuchte, Hilfsgüter nach Gaza zu bringen.
Die Taktik wird von einigen als Versuch gewertet, Stimmen bei der bevorstehenden Wahl in Israel zu gewinnen, da das rechte Spektrum zunehmend überfüllt und extremer wird.
Unterdessen forderte das Öffentliche Komitee gegen Folter die Wahlbehörden auf, vor der Wahl am 27. Oktober einzugreifen und ihn mit einer Geldstrafe zu belegen. Führende Mitglieder der israelischen Regierung, darunter Benjamin Netanjahu, haben die Videos von Ben-Gvir verurteilt. Bislang blieben die zahlreichen veröffentlichten Videos ohne Konsequenzen.
Als Minister für nationale Sicherheit ist Itamar Ben-Gvir für die Polizei und die Gefängnisse in Israel zuständig. Einer seiner selbst erklärten größten Erfolge war, dass sein Vorschlag für eine erweiterte Todesstrafe für Palästinenser Gesetz wurde.
