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Iranische Botschaft trollt Trump: Karte zeigt USA als Südkanada und Nordmexiko

Donald Trump
IAB Studio / Shutterstock

Präsident Trump hat das Jahr damit verbracht, die Beschriftungen auf der US-Landkarte neu zu zeichnen – ein Wahrzeichen nach dem anderen.

Seit seinem Amtsantritt hat er den Golf von Mexiko umbenannt, erklärt, dass der Ontariosee „Lake America“ heißen solle, und an diesem Wochenende ins Spiel gebracht, New Mexico in „New America“ umzubenennen.

Jede dieser Aktionen hat im Netz Spott geerntet, doch die schärfste Antwort kam bislang nicht von einem inländischen Kritiker.

Sie kam von einer ausländischen Regierung, mit der sich das Weiße Haus einen Großteil des Jahres 2026 bekämpft hat.

Ein offizieller Account steigt in den Meme-Krieg ein

Am Sonntagabend, dem 6. September 2026, veröffentlichte die iranische Botschaft in Sierra Leone auf X eine veränderte Karte Nordamerikas, die einen großen Teil des US-Territoriums als „Südkanada“ und „Nordmexiko“ beschriftete.

Die Bildunterschrift lautete: „Endlich haben Kanada und Mexiko das größte Problem der Welt gelöst.“

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Der Beitrag erschien nur wenige Stunden nach Trumps eigenen Bildern auf Truth Social, auf denen das Wort „Mexiko“ über New Mexico durchgestrichen und durch „America“ ersetzt worden war.

Er gab nicht zu erkennen, ob er den Beitrag als Scherz oder als ernsthaften Vorschlag meinte.

Ein Muster geografischer Umbenennungen

Die Grafik zu New Mexico reiht sich in eine Serie von Dekreten über Ortsnamen ein. An seinem ersten Tag im Amt unterzeichnete Trump die Executive Order 14172 „Restoring Names That Honor American Greatness“, die Bundesbehörden anweist, den Golf von Mexiko als „Gulf of America“ zu bezeichnen.

Später wandte er dieselbe Praxis auf den Ontariosee an und nannte ihn während der Handelsspannungen mit Kanada „Lake America“.

Die demokratische Gouverneurin von New Mexico, Michelle Lujan Grisham, hielt auf Instagram dagegen und schrieb, dass „der Name von New Mexico nicht zur Debatte steht“, und warf dem Weißen Haus vor, Zeit mit dem Anmalen von Karten zu verschwenden, während sich ihr Bundesstaat auf Kinderbetreuung, Zugang zu Hochschulbildung und Gesundheitsversorgung konzentriere.

Der Name ist mehr als zwei Jahrhunderte älter als das moderne Mexiko und geht auf die spanische Kolonialverwaltung im 16. Jahrhundert zurück.

Teherans Diplomaten gingen schon früher viral

Der Beitrag aus Sierra Leone passt zu einer Strategie, die iranische Vertretungen seit Anfang 2026 verfolgen.

Nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran Ende Februar begannen die Botschaften in Südafrika, Thailand, Großbritannien, Simbabwe und Ghana mit der Veröffentlichung von Popkultur-Memes und satirischen Videos, die sich gegen Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth richteten, wie France 24 berichtete.

In den ersten 50 Tagen des Konflikts erzielten offizielle iranische Accounts zusammen rund 900 Millionen Aufrufe und 22 Millionen Likes, wie aus Zahlen hervorgeht, die in demselben Bericht zitiert werden.