Niedrigere Bundesrichter haben das Programm vollständig blockiert.
Die Stimmabgabe sollte ein einfaches Recht sein.
Doch je näher wichtige Wahlen rücken, desto mehr kann der Prozess der Überprüfung, wer tatsächlich teilnehmen darf, zu einem erbitterten juristischen Schlachtfeld werden.
Gerade jetzt steuert ein massiver Streit über die Wahlberechtigung direkt auf das höchste Gericht der Nation zu.
Eine föderale Datenbank
Am Dienstag hat die Trump-Regierung offiziell den Obersten Gerichtshof gebeten, den Weg für ein umstrittenes neues Instrument zur Wählerüberprüfung freizumachen. Beamte hoffen, das System vor den bevorstehenden Zwischenwahlen zur Identifizierung ungültiger Stimmzettel nutzen zu können.
Derzeit haben niedrigere Bundesgerichte das Programm vollständig blockiert. Das Weiße Haus erwartet, dass die Richter schnell eingreifen und dieses rechtliche Verbot aufheben werden.
Sollte der Eilantrag erfolgreich sein, erhalten die einzelnen Bundesstaaten sofortigen Zugriff auf eine massive Datenbank des Heimatschutzministeriums. Lokale Wahlhelfer könnten dann ihre eigenen Registrierungsdateien abgleichen.
Umfassende Regeländerungen
Sie könnten staatliche Listen direkt mit föderalen Staatsbürgerschaftsdateien und Sozialversicherungsunterlagen abgleichen. Dies würde theoretisch genau überprüfen, wer wahlberechtigt ist.
Dieser Eilantrag ist nur ein Teil einer viel größeren Strategie. Laut The New York Times drängt die Regierung aggressiv auf zusätzliche Überprüfungen auf breiter Front.
Die komplexen rechtlichen Auseinandersetzungen häufen sich schnell. Anwälte des Weißen Hauses haben kürzlich den Obersten Gerichtshof gebeten, die etablierten Regeln für die Briefwahl zu ändern. Dies fügt eine weitere Ebene tiefer Verwirrung hinzu.
Die Zeit läuft ab
Der Zeitpunkt dieser Anträge macht die Situation unglaublich dringend. Mehrere Bundesstaaten haben bereits begonnen, Stimmzettel für die Herbstwahlen zu drucken und an ihre Einwohner zu versenden.
Die Zeit läuft schnell ab, damit diese gerichtlichen Auseinandersetzungen zu einer endgültigen Einigung kommen. Die heiß umkämpften Zwischenwahlen sind nur noch weniger als zwei Monate entfernt.
Suche nach Nicht-Staatsbürgern
Der Druck von oben ist unbestreitbar. Anfang dieses Monats starteten Hunderte von Agenten des Heimatschutzministeriums eine intensive Suche nach Nicht-Staatsbürgern in den Wählerverzeichnissen.
Die New York Times berichtete, dass dieses föderale Vorgehen trotz sehr geringer Beweise zur Untermauerung der Behauptungen fortgesetzt wird. Ermittler haben fast keine Hinweise darauf gefunden, dass Nicht-Staatsbürger tatsächlich in nennenswerter Zahl an nationalen Wahlen teilnehmen.
Wahlrechtsorganisationen lehnen die neuen Überprüfungsinstrumente entschieden ab. Sie argumentieren, dass die überstürzte Überarbeitung dieser massiven Datenbank letztendlich Tausende von völlig wahlberechtigten amerikanischen Bürgern entrechten wird.
Quellen: The New York Times