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Russland rüstet U-Bahn-Stationen zu riesigen Bunkern um

Central hall of Ploshchad Vosstaniya metro station on line 1 of the St. Petersburg metro. Interior view
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Der morgendliche Arbeitsweg ist normalerweise nur eine laute, alltägliche Routine. Menschen entwerten ihre Fahrkarten und eilen die Rolltreppen hinunter, ohne den massiven Wänden um sie herum einen zweiten Blick zu schenken. Doch während die Sicherheitsbedenken zunehmen, betrachtet eine Großstadt ihren U-Bahn-Plan in einem völlig neuen Licht.

St. Petersburg bereitet sich darauf vor, Teile seines U-Bahn-Netzes in Notbunker umzuwandeln. Laut Meduza veröffentlichten die örtlichen Verkehrsbetriebe am 10. September eine öffentliche Ausschreibung, um den Prozess in Gang zu setzen.

Sie benötigen ein spezialisiertes Bauunternehmen, um die Berechnungen durchzuführen. Das ehrgeizige Projekt umfasst neun verschiedene Haltestellen und vier separate Tunnelabschnitte.

Insgesamt könnten etwa 35 Kilometer alltäglicher Bahnstrecken zu verstärkten Sicherheitszonen werden. Die Planer müssen genau ermitteln, welche zusätzliche Ausrüstung erforderlich ist, um Menschenmengen in einer Krise zu schützen.

Bevor die Bauarbeiten beginnen, muss das Team Umweltgefahren prüfen. Steigende Wasserstände und veraltete Infrastruktur stellen erhebliche Hürden dar. Die Verantwortlichen müssen auch prüfen, ob angrenzende Stadtviertel die Modernisierungen behindern könnten.

Gefahr von oben

Die Pläne verdeutlichen ein landesweit wachsendes Sicherheitsproblem. Während der Krieg in der Ukraine andauert, dringen Vergeltungsschläge mit Drohnen immer weiter über die Grenze vor.

Die Sicherheit des Luftraums ist sowohl für den lokalen als auch für den internationalen Reiseverkehr zu einem großen Problem geworden. Am 1. September, so United24 Media, forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj internationale Fluggesellschaften und Flugsicherungsanbieter auf, sich fernzuhalten.

Er argumentierte, dass das Überfliegen des Landes nun viel zu gefährlich sei. Nach Angaben ukrainischer Führungspersönlichkeiten habe ein ständiger Drohnenstrom die üblichen Flugrouten zu einer ernsten Gefahr gemacht.

Sie fügten hinzu, dass lokale Beamte routinemäßig über übliche Gefahrenmeldungen geschwiegen hätten. Indem sie diese grundlegenden Sicherheitshinweise ignorierten, hätten die Behörden im Wesentlichen eine Schattenschließung des Luftraums erzwungen.

Schließung des Luftraums

Die Zeichen standen auf Sturm. Im Mai verhängten Regierungsvertreter ein massives Flugverbot für reguläre Passagierflugzeuge, die in der Nähe der Hauptstadt operieren.

Die Interregionale Öffentliche Organisation der Piloten und Flugzeugeigentümer stellte fest, dass die neuen Regeln die meisten Flüge unterhalb von 5.100 Metern blockierten. Diese riesige Sperrzone erstreckte sich in Richtung der belarussischen Grenze, St. Petersburg und Jekaterinburg.

Standard-Passagierjets und medizinische Rettungshubschrauber durften ihre regulären Routen beibehalten. Die plötzliche Regeländerung war kaum eine zufällige Entscheidung.

Sie erfolgte unmittelbar nach einer massiven Welle von Luftangriffen. Während dieser Offensive griffen fast 600 Drohnen Militärzentren und Treibstoffdepots an, was die Verteidigungsteams zwang, ihre Sicherheitskonzepte grundlegend zu überdenken.

Quellen: United24 Media, Meduza, Interregionale Öffentliche Organisation der Piloten und Flugzeugeigentümer