Startseite Politik Historiker warnt: Bezahlter Feiertag für 9/11 könnte Bedeutung verwässern

Historiker warnt: Bezahlter Feiertag für 9/11 könnte Bedeutung verwässern

USA Flags planted on the names of the reflecting pools of September 11, 2026
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Jeden September halten Millionen Amerikaner inne, um der Tausenden von Menschen zu gedenken, die bei dem tödlichsten Terroranschlag des Landes ums Leben kamen. Flaggen werden auf Halbmast gesetzt, Familien versammeln sich an Gedenkstätten, und im ganzen Land finden stille Ehrungen statt. Doch trotz der ernsten Bedeutung dieses Datums gehen die Arbeitnehmer weiterhin in ihre Büros, und die Post wird zugestellt. Der Tag bleibt ein normaler Arbeitsnachmittag für die gesamte Bundesregierung.

Die Schaffung eines offiziellen bundesweiten Feiertags in den Vereinigten Staaten erfordert die Verabschiedung eines Kongressgesetzes, eine Hürde, die außerordentlich hoch bleibt. Laut PBS News müssen Gesetzgeber den kulturellen Wert eines freien Tages gegen immense finanzielle Kosten abwägen. Die Bezahlung von Bundesbediensteten bei geschlossenen Ämtern entzieht den Steuerkassen Hunderte Millionen US-Dollar.

Der emeritierte Geschichtsprofessor Matthew Dennis erklärte dem Sender, dass Betriebsunterbrechungen und Lohnkosten massive Hürden bildeten. So verursachte die Einführung des Juneteenth-Feiertags im Jahr 2021 geschätzte Kosten von über 900 Millionen US-Dollar für die Steuerzahler.

Präsident Donald Trump äußerte ähnliche wirtschaftliche Bedenken und schrieb auf Truth Social, dass Amerika einfach „zu viele arbeitsfreie Feiertage“ habe. Er warnte, dass geschlossene Unternehmen das Land Milliarden von Dollar kosteten.

Gedenken ohne Ruhetag

Anstatt eines vollen bundesweiten Feiertags haben die Gesetzgeber den 11. September als Patriot Day, einen nationalen Gedenktag, festgelegt. Diese Festlegung ruft die Bürger dazu auf, Schweigeminuten einzuhalten, und lädt lokale Gruppen zu ehrenamtlichem Dienst ein.

Politische Experten legen nahe, dass diese Unterscheidung zwischen einem Gedenktag und einem Feiertag beabsichtigt ist. Professor David Schultz von der Hamline University erklärte gegenüber PBS News, dass offizielle Feiertage traditionell festliche Anlässe seien.

Schultz warnte, dass die Umwandlung tragischer Jahrestage in bezahlten Urlaub deren ernsten Zweck zu untergraben drohe. Im Laufe der Zeit könnten Wähler das Datum lediglich als ein weiteres langes Wochenende betrachten, anstatt als eine Zeit der Besinnung. Dieselbe Logik erklärt, warum der Jahrestag des Angriffs auf Pearl Harbor ebenfalls als Gedenktag und nicht als voller Feiertag beibehalten wird.

Gesetzgeber aus betroffenen Bundesstaaten drängen weiterhin darauf, das Datum zu einem offiziellen Feiertag zu erheben. Der Abgeordnete Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania argumentierte kürzlich in einer Erklärung, dass „der Patriot Day Act eine Bekräftigung unseres nationalen Charakters ist“, und fügte hinzu, dass der 11. September exakt denselben nationalen Status und dieselbe Anerkennung verdiene wie der Memorial Day.

Dennoch halten Historiker eine Erweiterung des offiziellen Bundeskalenders für eine nationale Tragödie für äußerst unwahrscheinlich.

Quelle: PBS News