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Trumps Rampenlicht wird zum politischen Albtraum für die GOP-Führung bei den Zwischenwahlen

Trumps Rampenlicht wird zum politischen Albtraum für die GOP-Führung bei den Zwischenwahlen
Rawpixel.com / Shutterstock.com

Politische Parteien veranstalten Großereignisse, um loyale Wähler vor dem Wahltag zu begeistern. Doch manchmal weckt die lauteste Stimme auf der Bühne versehentlich die gegnerische Seite auf. Genau das deutet eine Welle neuer Umfragedaten an, die sich derzeit abzeichnet.

Die Republikaner versammelten sich diese Woche in Dallas zu einem höchst ungewöhnlichen Zwischenwahl-Parteitag. Als zweitägige „Trump-a-Palooza“ bezeichnet, sollte die Großveranstaltung im American Airlines Center als hochkarätige Kundgebung und Spendenaktion dienen. Die Parteiführung hoffte, die neue Strategie würde konservative Wähler für die bevorstehenden Kongresswahlen mobilisieren.

Sie benötigen diese Unterstützung offensichtlich. Jüngste Umfragen offenbaren eine deutliche Begeisterungslücke, wobei linksorientierte Wähler weitaus mehr Enthusiasmus für die Wahlurne zeigen.

Eine Umfrage der University of Massachusetts ergab, dass 42 Prozent der Demokraten sehr wahlbegeistert seien. Nur 30 Prozent der Republikaner teilten dieses Gefühl. Eine separate Umfrage von Reuters und Ipsos stellte eine ähnliche Kluft fest, wobei die Demokraten mit 13 Prozentpunkten vorne lagen.

Die Bedeutung für die Linke

Andere Umfrageinstitute erfassen dieselbe unausgewogene Stimmung. Eine CNN-Umfrage, durchgeführt von SSRS, berichtete, dass 60 Prozent der Demokraten sich extrem motiviert fühlten, wählen zu gehen. Nur 46 Prozent der Republikaner erreichten dieses intensive Niveau.

Die Washington Post maß die Wählergewissheit, und die Ergebnisse begünstigen die Linke stark. Sieben von zehn demokratischen Wählern betrachten die diesjährigen Zwischenwahlen als kritischer als frühere Zyklen. Weniger als die Hälfte der Republikaner stimmt dem zu. Die Demokraten hatten auch einen klaren Vorsprung von sieben Prozentpunkten bei der absoluten Wahlgewissheit.

Eine Umfrage der Quinnipiac University verzeichnete einen Vorsprung von 18 Prozentpunkten bei der Dringlichkeit dieser spezifischen Wahl. Analysten weisen darauf hin, dass sich dieses Klima unglaublich vertraut anfühlt. Es spiegelt die Motivationslücke wider, die den Demokraten 2018 zum Gewinn des Repräsentantenhauses verhalf.

Die Hauptattraktion

Präsident Donald Trump stand im Mittelpunkt des Parteitags in Dallas. Er zielte darauf ab, seine Basis zu mobilisieren, doch seine überragende Präsenz bereitet republikanischen Strategen oft Kopfzerbrechen.

Er gab sogar ein massives finanzielles Versprechen ab, um die konservative Begeisterung anzuheizen. Während seiner Grundsatzrede versprach er, jedem erwachsenen Bürger eine Dividende von 5.000 US-Dollar auszuzahlen, falls seine Partei die Kontrolle über den Kongress gewinnt.

Obwohl er dieses Billionen-Dollar-Versprechen in Aussicht stellte, scheint die Strategie nach hinten loszugehen. Er dient derzeit seinen schärfsten Kritikern als Alarmglocke, während er seine eigenen Anhänger relativ uninspiriert zurücklässt.

Anstatt seine Verbündeten zu stärken, gibt sein ständiges Rampenlicht linksorientierten Wählern ein klares Ziel. Umfragen der University of Massachusetts zeigen, dass Demokraten weitaus eher dazu neigen, basierend rein auf ihren Gefühlen ihm gegenüber zu wählen.

Eine große Mehrheit der liberalen Wähler möchte ihre Stimme nutzen, um eine klare Botschaft des Widerstands zu senden, während weniger als die Hälfte der konservativen Wähler einen ähnlichen Drang verspürt, Unterstützung zu zeigen.

Quellen: University of Massachusetts, Reuters, Ipsos, CNN, SSRS, Washington Post, Quinnipiac University, Pew Research Center