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Kreml verbraucht 44 % des Bundeshaushalts: „Mehr als die Hälfte jedes eingenommenen Steuerrubels“ finanziert den Krieg

Putin
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Die russischen Steuerzahler haben Mitte 2026 mit mehr als der Hälfte jedes eingenommenen Rubels effektiv Kriegshandlungen finanziert.

Beamte des Kremls schleusten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 die Rekordsumme von 10,7 Billionen Rubel – rund 125 Milliarden US-Dollar – in die Militärausgaben.

Zahlen des russischen Finanzministeriums zeigen, dass die Verteidigung knapp 44 Prozent des gesamten Bundeshaushalts verschlang.

Die massive Summe entspricht einem Sprung von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Militärausgaben verschlangen mehr als 10 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes.

Wie die Analyse hervorhebt, floss letztlich „mehr als die Hälfte jedes eingenommenen Steuerrubels“ in die Finanzierung aktiver Kriegshandlungen.

Laut UNITED24 Media bewegt sich ein gewaltiger Teil dieses Kapitals im Verborgenen. In nur sechs Monaten haben Beamte des Kremls den Großteil ihres zugewiesenen Jahresbudgets für geheime Militärausgaben verbrannt.

Sich verschiebende Haushaltsprioritäten

Die Prioritäten der Regierung haben sich in den letzten Jahren dramatisch verschoben. Im Jahr 2018 machten die Verteidigungsausgaben noch weniger als ein Viertel des Bundeshaushalts aus.

Bis Mitte 2026 stiegen die direkten Militärzuweisungen seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 auf über 666 Milliarden US-Dollar.

Diese enorme Zahl berücksichtigt noch nicht einmal regionale Ausgaben wie Anwerbungsprämien für neue Soldaten, berichtet UNITED24 Media.

Wachsender finanzieller Druck

Der rasche Anstieg der Militärkosten fällt mit einem scharfen Rückgang der Energieeinnahmen zusammen.

Gleichzeitig bluten die Staatseinnahmen aus, da westliche Sanktionen und Wechselkursschwankungen fast die Hälfte der entscheidenden Öl- und Gaseinnahmen Russlands zunichte machen.

Ein geringfügiges Wachstum in den Nicht-Energiesektoren konnte das Defizit bei Weitem nicht ausgleichen.

Hinter verschlossenen Türen haben russische Finanzbeamte die oberste Führung Berichten zufolge davor gewarnt, dass die derzeitige Ausgabenentwicklung „nicht tragfähig“ sei.

Infolgedessen weiten sich die öffentlichen Haushaltsdefizite weiter aus, während der allgemeine wirtschaftliche Druck im ganzen Land weiter zunimmt, so UNITED24 Media.

Der Alarm wird zum Schweigen gebracht

Wie wir bereits berichtet haben, sind die politischen Folgen dieses Ausgabenrauschs bereits sichtbar.

Andrei Klepach, Chefvolkswirt der Staatsbank VEB, wurde abrupt entlassen, nachdem er davor gewarnt hatte, dass Moskau einen langen Abnutzungskrieg nicht gewinnen kann.

Während Beamte des Kremls darauf beharren, dass die Wirtschaft widerstandsfähig bleibt, ist das Bundesdefizit auf 6,5 Billionen Rubel angestiegen – fast das Doppelte der ursprünglichen Prognosen.

Klepachs plötzliche Entlassung unterstreicht eine gefährliche Wende: Russlands führende Köpfe der Wirtschaft sind über die steigenden Kosten des Krieges zutiefst besorgt, doch das Aufzeigen der finanziellen Realität ist zu einem karrierebeendenden Schritt geworden.