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Trump sagt, der Iran-Krieg werde direkt nach den Zwischenwahlen enden – sein eigenes Team befürchtet, er könnte seine Präsidentschaft überdauern

Donald Trump
lev radin / Shutterstock

Trump sagt den Wählern, dass der Iran-Krieg fast vorbei sei. Sein eigenes Team ist sich da nicht so sicher.

Auf dem Parteitag der Republikaner zu den Zwischenwahlen am 9. September 2026 in Dallas versprach Präsident Trump, dass der siebenmonatige Krieg mit dem Iran „unverzüglich“ nach den Zwischenwahlen im November enden werde, und bekräftigte, dass Teheran nicht mehr lange durchhalten könne.

Im Weißen Haus beschreiben seine eigenen Berater das Risiko eines weit längeren Konflikts.

Bei Treffen im Oval Office und im Situation Room haben Vizepräsident J. D. Vance und Außenminister Marco Rubio Trump laut einem Bericht des Wall Street Journal mitgeteilt, dass sich der Krieg über den Rest seiner zweiten Amtszeit – über die Amtseinführung im Januar 2029 hinaus – erstrecken könnte.

Achtzehn US-Soldaten wurden seit Beginn der Kämpfe getötet und mehr als 750 verletzt, wie CNN am 20. August berichtete.

Das Pentagon plant für 2027

Der militärische Zeitplan stützt die interne Einschätzung, nicht das öffentliche Versprechen.

Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Truppenrotationen im Nahen Osten bis ins Jahr 2027 verlängert und belässt damit rund 50.000 US-Soldaten und 19 Kriegsschiffe in der Region.

Teile der 82. Luftlandedivision der US-Armee könnten bis weit ins nächste Jahr bleiben.

Hegseth hatte zu Beginn der Kampagne einen „schnellen, entscheidenden Schlag“ versprochen. Das Pentagon hat Soldatenfamilien seitdem über den längeren Zeitrahmen informiert, was das Ministerium als Maßnahme darstellte, um die Flexibilität des Präsidenten für die nächsten Schritte zu wahren.

Die Druckkampagne verbindet eine Seeblockade iranischer Häfen mit einem globalen Sanktionspaket, das das Finanzministerium „Operation Economic Outcast“ nennt.

Eine Bewertung des Soufan Center vom 3. September ergab, dass die Sanktionen schwere Notlagen für die Zivilbevölkerung verursacht haben – sie drückten die iranische Währung auf 2,2 Millionen pro Dollar und trieben die offizielle Inflation über 80 Prozent –, Teherans Grundhaltung bisher jedoch nicht verändert haben.

Vance: Kein Enddatum

Vance hat es öffentlich abgelehnt, ein Enddatum zu nennen, mit der Begründung, es sei unverantwortlich, einer Regierung, die weiterhin Handelsschiffe beschießt, einen Zeitplan mitzuteilen.

Analysten, die den Krieg beobachten, sind ebenso zurückhaltend. Ali Vaez von der International Crisis Group, einer Konfliktforschungsorganisation mit Sitz in Brüssel, erklärte gegenüber Raw Story, die Pattsituation sei ein zermürbender Zustand, in dem „jeder bezahlt“, aber noch keine der beiden Regierungen einen ausreichend hohen Preis gezahlt habe, um die Bedingungen der Gegenseite zu akzeptieren.

Die Amerikaner stimmen am 3. November 2026 ab.