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USA in Panik: Kanada umgeht Zollkrieg mit heimlicher Annäherung an Europa

Mark Carney, Canada, Prime Minister
Harrison Ha / Shutterstock.com

Kanada versucht still und leise, eine massive neue Brücke über den Atlantik zu bauen.

Wenn langjährige Freundschaften zu bröckeln beginnen, wird die Suche nach neuen Partnern zur Überlebensfrage.

Der globale Handel stützt sich normalerweise auf Jahrzehnte vorhersehbarer Allianzen und stabiler Abkommen über Grenzen hinweg.

Doch wenn alte Loyalitäten plötzlich verschwinden, müssen Führungspersönlichkeiten schnell nach frischen Alternativen suchen.

Alte Loyalitäten verschieben sich

Kanada versucht still und leise, eine massive neue Brücke über den Atlantik zu bauen. Das Wall Street Journal berichtet, dass Beamte in Ottawa verzweifelt ein spezielles, umfassendes Abkommen mit der Europäischen Union anstreben.

Das vorgeschlagene Abkommen würde einen engeren Marktzugang und eine viel tiefere strategische Zusammenarbeit ermöglichen. Es ist so konzipiert, dass es knapp unterhalb einer formellen Mitgliedschaft im europäischen Block bleibt.

Die diplomatischen Kanäle waren in den letzten Wochen von intensiver Aktivität geprägt. Kanadische Führungspersönlichkeiten drängen darauf, so schnell wie möglich stärkere Wirtschaftsbeziehungen zu sichern.

Dieser dringende Vorstoß erfolgt, während sich die Beziehungen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten weiter verschlechtern. Die beiden Nationen befinden sich derzeit in einem zunehmend erbitterten Handelsstreit.

Gegenschlag mit Zöllen

Die Spannungen kochten am Dienstag vollständig über. Ottawa verhängte offiziell schwere Vergeltungszölle auf eine Vielzahl amerikanischer Importe.

Dieser aggressive Schritt diente als direkte Antwort auf ähnliche Handelsstrafen, die Washington bereits im August eingeführt hatte. Die traditionelle nordamerikanische Allianz zeigt ernsthafte, unbestreitbare Risse.

Laut dem Wall Street Journal hat der kanadische Premierminister Mark Carney seinen Vorschlag bereits direkt in Europa unterbreitet. Er führte kürzlich private Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands und Italiens, um die Idee zu präsentieren.

Carney möchte gemeinsame Anstrengungen in mehreren hochwertigen Sektoren festlegen. Die ehrgeizigen Verhandlungen konzentrieren sich stark auf künstliche Intelligenz, militärische Verteidigung und eine breitere wirtschaftliche Stabilität.

Energie und Zögern

Die vorgeschlagene Partnerschaft geht weit über Technologie und Landesverteidigung hinaus. Die Verhandlungsführer prüfen auch gemeinsame wissenschaftliche Forschungsprojekte und geteilte Satellitennetzwerke.

Energie bleibt ein massiver Teil des Puzzles für beide Seiten des Ozeans. Der Premierminister hofft, starke Energieverbindungen aufzubauen, die es Kanada ermöglichen, sein Erdgas direkt an europäische Abnehmer zu liefern.

Trotz des unglaublich attraktiven Angebots war die Resonanz von jenseits des Ozeans nicht gänzlich enthusiastisch. Die europäischen Staats- und Regierungschefs agieren derzeit sehr vorsichtig.

Das Wall Street Journal merkt an, dass EU-Beamte sich große Sorgen über mögliche Konsequenzen machen. Sie befürchten, dass die Unterzeichnung eines wichtigen Paktes mit Kanada ihre eigene heikle Beziehung zur US-Regierung ernsthaft beschädigen könnte.

Quellen: Onet News, The Wall Street Journal