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Ukraine dreht den Spieß um: Putins Truppen sterben nun eher, als dass sie verwundet werden

russia soldier funeral burial grave
Telegram/Украина 365 | Новости | Война |

Heute ist es für russische Truppen weitaus wahrscheinlicher, zu sterben, als einen Angriff mit behandelbaren Verletzungen zu überleben.

In den Kampf zu ziehen, birgt große Risiken.

Doch die Überlebenswahrscheinlichkeit auf dem modernen Schlachtfeld hat sich komplett gewandelt.

Eine verborgene Verschiebung der Militärtaktiken macht Kampfzonen wesentlich tödlicher.

Erschreckende neue Zahlen

Das russische Militär hat im September einen düsteren Meilenstein überschritten. Die Gesamtzahl der Opfer in der Ukraine hat laut jüngsten Schätzungen des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, zitiert von United24Media, die Marke von 1,5 Millionen überschritten.

Diese Zahlen übertreffen die kombinierten Verluste aller Konflikte, die Moskau seit dem Zweiten Weltkrieg geführt hat, bei Weitem. Und das Blutvergießen hält bis heute an. Die Streitkräfte verlieren derzeit jeden Monat etwa 40.000 Soldaten.

Hinter diesen immensen Zahlen verbirgt sich eine dunkle Realität darüber, wie diese Soldaten tatsächlich fallen. Ein verwundeter Kämpfer war früher die mit Abstand häufigste Art von Schlachtfeldopfern, doch diese alte Regel gilt nicht mehr.

Heute ist es für russische Truppen weitaus wahrscheinlicher, zu sterben, als einen Angriff mit behandelbaren Verletzungen zu überleben.

Drohnen verändern alles

Unbemannte Luftfahrzeuge haben die Frontlinien vollständig überflutet. Die ukrainischen Streitkräfte setzen jeden Monat Hunderttausende von FPV-Drohnen ein, um vorrangige Ziele zu jagen und feindliche Bewegungen zu stören.

Diese winzigen Flugmaschinen bieten eine erschreckende Präzision auf dem Schlachtfeld. Im Gegensatz zu herkömmlichen Artilleriegeschossen kann eine Drohne ein sich bewegendes Ziel verfolgen und genau dort treffen, wo sie den größten Schaden anrichtet.

Die daraus resultierenden Statistiken sind verheerend für die angreifenden Kräfte. Die unbemannten Systemkräfte der Ukraine berichteten, dass Drohnen allein zwischen Dezember 2025 und April 2026 über 156.000 russische Opfer verursacht haben.

Dieses schiere Ausmaß an Bedrohungen aus der Luft macht es für verwundete Infanteristen nahezu unmöglich, eine medizinische Einrichtung zu erreichen.

Ein tödliches Ungleichgewicht

Ukrainische Geheimdienstdaten wiesen bereits vor Monaten auf diesen düsteren Trend hin. Präsident Wolodymyr Selenskyj stellte zuvor fest, dass 62 Prozent der russischen Opfer Todesfälle waren, doch die Situation vor Ort hat sich noch weiter zugespitzt.

Bis zu 70 Prozent der russischen Truppen, die heute zu Opfern werden, werden direkt getötet, so hochrangige Kommandeure gegenüber UNITED24 Media.

Diese außergewöhnlich hohe Sterblichkeitsrate resultiert teilweise aus gefährlichen Infanterietaktiken. Russische Kommandeure schicken häufig kleine Gruppen schlecht ausgerüsteter Soldaten in direkte Angriffe, wo Drohnen sie leicht einzeln ausschalten, bevor sie ihr Ziel erreichen.

Trotz dieser erschreckenden Verluste auf dem Schlachtfeld plant der Kreml offensichtlich, weiterzumachen. Moskau bereitet derzeit die Mobilisierung weiterer 600.000 Soldaten für den anhaltenden Konflikt bis 2027 vor, wodurch effektiv eine massive neue Welle von Rekruten in einen Himmel voller tödlicher Maschinen geschickt wird.

Quellen: UNITED24 Media, Generalstab der Streitkräfte der Ukraine, Unbemannte Systemkräfte der Ukraine