Eine weitere wichtige Impeachment-Abstimmung steht bereits auf dem Programm.
Politische Manöver in einer tief gespaltenen Regierung verlaufen selten reibungslos.
Gesetzgeber nutzen parlamentarische Regeln oft, um ein Statement abzugeben, anstatt ein Gesetz zu verabschieden.
Nun ist ein vielbeachteter Versuch gerade an einer Wand zerschellt, doch das Drama im Plenarsaal ist noch lange nicht vorbei.
Ein gescheiterter Versuch
Das US-Repräsentantenhaus hat am Dienstag offiziell einen Antrag zur Amtsenthebung von Donald Trump abgelehnt.
Der scheidende Kongressabgeordnete Al Green hatte die höchst umstrittene Abstimmung erzwungen. Laut Onet News warf er dem Präsidenten vor, Grenz- und Einwanderungsbehörden gegen die Öffentlichkeit zu instrumentalisieren.
Die Resolution behauptete, Trump habe sie als „eine nicht rechenschaftspflichtige paramilitärische Polizeieinheit […] eingesetzt, die Menschen angreift, unbegründete Tötungen von Zivilisten begeht und vertuscht.“ Der Text erwähnte ausdrücklich den Tod der Demonstranten Alex Pretti und Renee Good in Minneapolis.
Doch der Versuch scheiterte mit überwältigender Mehrheit. Fast alle Republikaner stimmten gegen die Maßnahme, zusammen mit 18 Demokraten, während 47 Abgeordnete sich einfach enthielten. Nur 147 Gesetzgeber unterstützten den Impeachment-Vorstoß.
Frustration in den Reihen
Der Zeitpunkt der Abstimmung frustrierte viele Politiker beider Parteien.
Laut Axios waren die Demokraten verärgert, dass der zum Scheitern verurteilte Antrag die Aufmerksamkeit von den unmittelbaren Anliegen der Wähler ablenkte. Sie zogen es vor, sich auf reale Probleme wie steigende Preise und künstliche Intelligenz zu konzentrieren.
Green wusste, dass seine Erfolgschancen praktisch bei null lagen. Dennoch bestand er darauf, seine Kollegen vor seinem Ausscheiden aus dem Amt offiziell Stellung beziehen zu lassen, ungeachtet der politischen Folgen.
Ein weiteres Ziel taucht auf
Die Kammer wird nicht viel Zeit zum Ausruhen haben. Eine weitere wichtige Impeachment-Abstimmung steht bereits auf dem Programm.
Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie, der häufig mit Trump aneinandergerät, hat seinen eigenen aggressiven Antrag eingereicht. Er will eine Abstimmung zur Amtsenthebung von Verteidigungsminister Pete Hegseth erzwingen.
Massie behauptet, der Verteidigungsminister habe einen illegalen Krieg gegen den Iran ohne ordnungsgemäße Zustimmung des Kongresses geführt.
Als Reaktion darauf erklärte das Pentagon, der Konflikt sei in weniger als 60 Tagen beendet worden. Die aktuellen Regeln besagen, dass die Regierung nur dann eine formelle Genehmigung benötigte, wenn die Kämpfe über diese spezifische Frist hinausgingen.
Der letzte Vorstoß
Die Anschuldigungen gegen den Verteidigungsminister gehen weit über den Nahen Osten hinaus.
Massie wirft Hegseth auch vor, angeblich das Gesetz bei Operationen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik gebrochen zu haben. Der Antrag erwähnt sogar die Entführung des venezolanischen Führers Nicolás Maduro.
Genau wie Green wird Massie bald aus dem Repräsentantenhaus ausscheiden, was dies zu seinem letzten großen Akt des Widerstands macht.
Die Gesetzgeber erwarten, bis Donnerstag über diese zweite Maßnahme abzustimmen, und politische Experten sagen voraus, dass sie genau dasselbe Schicksal erleiden wird.
Quellen: Polnische Presseagentur, Onet News, Axios