Politiker organisieren sich schnell, um die Übertragung zu stoppen.
Amerika verfügt über einige der berühmtesten geschützten Landschaften der Welt.
Bürger erwarten naturgemäß, dass diese Wildnisgebiete für immer unberührt bleiben.
Doch hinter verschlossenen Türen löst ein stiller Regierungsversuch, die Landkarte zu verändern, massive politische Empörung aus.
Ein Kampf um den Park
Die Kontroverse konzentriert sich auf den Yosemite-Nationalpark. Laut Common Dreams beabsichtigt die Trump-Regierung, einen etwa 400 Meter breiten Landstreifen in Kalifornien an einen privaten Entwickler zu übergeben.
Die Washington Sun, zitiert von RawStory, berichtete kürzlich, dass Bundesbedienstete intensivem politischem Druck ausgesetzt waren, diesen Landtausch abzuschließen. Eine Immobilieninvestmentfirma namens Kingsbarn Realty Capital soll das verdeckte Projekt leiten.
Der Entwickler besitzt 33,6 Hektar westlich der Parkgrenze. Er möchte das öffentliche Land nutzen, um eine kurze Verbindungsstraße zu bauen, die seinem Privatbesitz einen äußerst seltenen Zugang zu einer Hauptroute des Yosemite-Parks ermöglichen würde.
Gesetzgeber leisten Widerstand
Politiker organisieren sich schnell, um die Übertragung zu stoppen. Über 150 Kongressabgeordnete sandten am Dienstag einen formellen Brief an Innenminister Doug Burgum, um den Deal zu blockieren.
Die parteiübergreifende Gruppe bezeichnete die berühmte Landschaft als „einen Eckpfeiler des Nationalparksystems und eines der Kronjuwelen Kaliforniens“, so Common Dreams.
Die Abgeordneten äußerten ihren klaren Widerstand gegen den Schritt. „Wir sind äußerst besorgt, dass das Innenministerium erwägt, Teile des Parks für private Entwicklung zu verkaufen, und wir lehnen den vorgeschlagenen Landtausch entschieden ab“, hieß es in dem Brief.
Sie argumentierten, der Tausch helfe lediglich einigen wohlhabenden Personen, Fahrzeit zu sparen. Die Gesetzgeber schrieben, dass „im Kern dieser Vorschlag darauf abzielt, einen privaten Vorteil auf Kosten von Land zu erzielen, das allen Amerikanern gehört.“
Gefährlicher neuer Präzedenzfall
Umweltorganisationen schlagen ebenfalls Alarm. Eine große Koalition von mehr als 150 Interessengruppen sandte eine eigene Botschaft an den Innenminister.
Laiken Jordahl vom Center for Biological Diversity nahm kein Blatt vor den Mund. „Trump will ein Stück Yosemite abspalten, damit eine Private-Equity-Firma es in einen Spielplatz für Milliardäre verwandeln kann“, sagte er.
Die Gruppen erinnerten Burgum an seine eigenen früheren Worte. Während seiner Anhörung zur Bestätigung hatte der Minister zuvor behauptet, dass „wir jeden einzelnen Zentimeter“ der Nationalparks unterstützen und schützen müssten.
Kampagnenfinanzierungsunterlagen fügen der Geschichte eine weitere Ebene hinzu. Common Dreams berichtete, dass Kingsbarn-CEO Jeff Pori ein Spender der Wahlkampagne des derzeitigen Präsidenten sei.
Quellen: Rawstory, Common Dreams, The Washington Sun