Eine einst stark beworbene Einheit der Trump-Regierung, bekannt als DOGE, ist nach Angaben von Behördenvertretern faktisch verschwunden; ihre Aufgaben wurden auf bestehende Bundesbehörden verteilt und ihr früheres Personal innerhalb der Regierung neu eingesetzt.
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Laut Aussagen gegenüber Reuters erklärte Scott Kupor, Direktor des Office of Personnel Management, auf die Frage nach dem Status von DOGE — einer Einheit, die zu Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit geschaffen wurde, um Bundesbehörden schnell zu verkleinern, Budgets zu kürzen und Ministerien auf die Prioritäten des Präsidenten auszurichten —, dass es „so etwas nicht mehr gibt“.
Kupor fügte hinzu, dass die Einheit nicht mehr als zentralisierte Stelle fungiere. Das Office of Personnel Management habe inzwischen viele Aufgaben von DOGE übernommen, wie aus von Reuters eingesehenen Dokumenten hervorgeht.
Der Wandel stellt einen deutlichen Kontrast zu den ersten Monaten von Trumps Amtszeit dar, als das Weiße Haus und ranghohe Regierungsvertreter die Initiative massiv in den sozialen Medien bewarben.
Veränderte Zuständigkeiten
DOGE wurde als große Sparmaßnahme präsentiert, wobei Elon Musk — der die Einheit zunächst leitete — Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe geltend machte.
Reuters merkt an, dass unabhängige Finanzexperten diese Zahlen mangels detaillierter öffentlicher Rechenschaft nicht verifizieren konnten.
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Die Sprecherin des Weißen Hauses, Liz Huston, sagte Reuters, dass Trump „weiterhin aktiv“ daran arbeite, Verschwendung in der Regierung zu reduzieren.
Kupor bestätigte jedoch, dass der regierungsweite Einstellungsstopp, der mit DOGE verbunden war, beendet sei und „es keine Ziele mehr für Stellenabbau gibt“.
Wo die Mitarbeitenden gelandet sind
Mit dem Auslaufen der Einheit wechselte ihr Personal in neue Aufgaben innerhalb der Regierung.
Joe Gebbia, den Trump beauftragt hatte, das Design von Regierungswebseiten zu verbessern, beaufsichtigt nun Projekte wie Rekrutierungsmaterialien für Strafverfolgungsbehörden und Online-Plattformen im Zusammenhang mit der Preisagenda des Präsidenten für Medikamente.
Der frühere DOGE-Technologe Zachary Terrell ist inzwischen Chief Technology Officer im Gesundheitsministerium, während Rachel Riley, die in den frühen DOGE-Operationen ähnliche Systemzugriffe hatte, nun das Office of Naval Research leitet.
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Jeremy Lewin — an der Umstrukturierung der USAID beteiligt — ist laut Reuters nun für die Koordinierung der Auslandshilfe im Außenministerium verantwortlich.
Fortlaufender regulatorischer Druck
Trotz des stillen Endes von DOGE setzt die Regierung ihre Arbeit an regulatorischen Rücknahmen fort.
Das Haushaltsbüro des Weißen Hauses hat Scott Langmack, früherer DOGE-Vertreter beim Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung, damit beauftragt, KI-Werkzeuge zu entwickeln, die Bundesvorschriften analysieren und potenzielle Kandidaten für die Abschaffung identifizieren.
Quellen: Digi24.ro – Reuters