Startseite Krieg „Völlig schutzlos“: Irland als Europas schwächstes Glied gegenüber Russland bezeichnet

„Völlig schutzlos“: Irland als Europas schwächstes Glied gegenüber Russland bezeichnet

„Völlig schutzlos“: Irland als Europas schwächstes Glied gegenüber Russland bezeichnet
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Während die Spannungen mit Moskau weiterhin die europäische Sicherheitsdebatte prägen, richtet sich der Blick zunehmend auf Schwachstellen näher an der Heimat.

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Oft liegt der Fokus auf der Ostflanke der NATO, doch einige Analysten warnen, dass die Gefahr dort lauern könnte, wo man sie am wenigsten erwartet.

Jüngste, von britischen Medien aufgegriffene Aussagen haben ein europäisches Land unangenehm ins Rampenlicht gerückt.

Deutliche Warnung

Irland ist das schwächste Land Europas, wenn es um Sicherheit, Verteidigung und Geheimdienstfähigkeiten geht, so der Senator und frühere Hauptmann der irischen Armee Tom Clonan.

Er sagte britischen Medien, Dublin verfüge weder über moderne Systeme zur Bedrohungserkennung noch über ausreichende militärische Fähigkeiten.

„Das macht das Land völlig verwundbar und schwach“, sagte Clonan und argumentierte, Irland sei auf moderne Sicherheitsbedrohungen schlecht vorbereitet.

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Die Aussagen wurden von The Telegraph berichtet, der Irlands Fähigkeit untersuchte, feindliche Handlungen mit Russlandbezug abzuschrecken oder zu erkennen.

Exponierte Geografie

The Telegraph berichtete, dass russische U-Boote im schlimmsten Fall Raketen in Richtung Europa abfeuern oder sogar eine Landung an Irlands Westküste, einschließlich des County Clare, durchführen könnten.

Experten, die in dem Bericht zitiert wurden, sagten, das unmittelbarste Risiko liege unter dem Meer.

Rund drei Viertel der kritischen transatlantischen Kommunikationskabel verlaufen durch oder nahe irischer Gewässer, ebenso wichtige Gaspipelines.

Im November 2024 wurde das russische Aufklärungsschiff „Yantar“ in der Nähe von Unterseekabeln gesichtet, die von Microsoft und Google genutzt werden, deren europäische Hauptsitze sich in Irland befinden, so The Telegraph.

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Blinde Flecken auf See

Irlands begrenzte Überwachungsfähigkeit ist ein zentrales Problem. Laut dem Bericht fehlt Dublin moderne Radar- und Sonartechnik, sodass mögliche russische Aktivitäten oft erst erkannt werden, wenn Verbündete Alarm schlagen.

„Da Irland nicht über moderne Radar- oder Sonarsysteme verfügt, erfährt Dublin von russischen Aktivitäten in der ‚Grauzone‘ erst, wenn Verbündete, insbesondere Großbritannien, diese melden“, heißt es in dem Artikel.

Ein Vorfall im Dezember 2023 unterstrich das Problem, als ein britisches Kriegsschiff und ein Hubschrauber benötigt wurden, um ein russisches U-Boot in der Nähe des Hafens von Cork zu verfolgen und abzuschrecken.

Offene Fragen

The Telegraph erinnerte auch an einen Vorfall am 3. Dezember im Zusammenhang mit dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Dublin.

Sein Flugzeug landete früher als geplant, ein Detail, das laut Bericht entscheidend gewesen sein könnte.

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Entlang der Flugroute wurden später fünf Drohnen entdeckt, die nach Angaben irischer Behörden vor allem auf Störungen abzielten.

Trotz der Ernsthaftigkeit des Vorfalls, so der Bericht, habe Dublin weder Pressekonferenzen abgehalten noch eine öffentliche Untersuchung eingeleitet oder eine Überprüfung der Verteidigungspolitik angekündigt.

Quellen: The Telegraph, LA.lv