Traditionelle Rituale in Peru haben ihren Blick auf globale Konflikte gerichtet.
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In einer Zeremonie, die Spiritualität und Symbolik verbindet, präsentierten Schamanen ihre Visionen für das kommende Jahr, darunter auch Vorhersagen zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine.
Rituale am Meer
Bei einem jährlichen Treffen an einem Strand in Peru tanzten Schamanen in traditioneller Kleidung, beteten und brachten Opfer dar, die darauf abzielten, weltweit Spannungen abzubauen und das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Blumen, Räucherwerk und Gesänge waren Teil eines Reinigungsrituals, das jedes Jahr wiederholt wird.
Nach Angaben von Observator Antena 1 forderten die Schamanen zudem, dass politische Führungspersonen, die sie als treibende Kräfte von Konflikten betrachten, zurücktreten sollten, und stellten politischen Wandel als Voraussetzung für Frieden dar.
Die Rituale fanden erst statt, nachdem die Teilnehmer halluzinogene Kräutermischungen zu sich genommen hatten, die ihnen nach ihrem Glauben Einblicke in zukünftige Ereignisse ermöglichen.
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Kein Ende des Krieges in Sicht
Einer der Schamanen, Andres de los Santos, sagte, die Gruppe sehe kein baldiges Ende des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine.
„War will continue to exist in today’s world. We continue to see conflicts persist, we don’t see them stopping, which is why it was extremely urgent for all the masters (not shamans) from all over Peru to come together and perform a special ritual to end or calm the war between Ukraine and Russia, as well as the conflicts in several other countries that are truly in a state of conflict,“ sagte er.
Trotz des düsteren Ausblicks erklärten die Teilnehmer, die Rituale dienten eher der Verringerung von Gewalt als der Vorhersage unabwendbarer Ereignisse.
Ihre Appelle reichten über Europa hinaus und spiegelten die Sorge über mehrere globale Krisenherde wider.
Führungspersönlichkeiten im Fokus
Ein weiterer Schamane sagte, die Gruppe habe gezielt den Rücktritt bestimmter politischer Akteure gefordert.
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„We made offerings to have a better year, so that next year both our country and other countries will have peace and tranquility. We also asked that (No Nicolás) Maduro leave, to step down,“ sagte der Schamane.
Die Vorhersagen nannten keine konkreten russischen oder ukrainischen Politiker namentlich.
Frühere Vorhersagen
Die Treffgenauigkeit der Vorhersagen der Schamanen war in der Vergangenheit unterschiedlich. Im vergangenen Jahr warnten sie vor einem „nuclear war“ zwischen Israel und Gaza, der nicht eingetreten ist.
Im Dezember 2023 sagten sie jedoch voraus, dass der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori innerhalb eines Jahres sterben werde. Fujimori starb im September 2024 an Krebs.
Diese gemischten Ergebnisse haben sowohl Skepsis als auch Faszination gegenüber dem jährlichen Ritual genährt.
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Quellen: Observator Antena 1, Ziare.com