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Frau aus Kyjiw überlebt drohnenangriff, der ihr zuhause zerstörte, und erzählt ihre geschichte

Kyiv attack bomb explosion missile
X/@ZelenskyyUa

Für Karina begann der Krieg nicht erst im Jahr 2022. Geboren in der ostukrainischen Region Luhansk, die inzwischen weitgehend unter russischer Besatzung steht, lebt sie seit dem Ausbruch der Kämpfe im Jahr 2014 mit dem Konflikt. Jahre später folgte die Gewalt ihr nach Kyjiw.

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Während sich die Ukraine einem weiteren Jahrestag der großangelegten russischen Invasion nähert, zeigt ihre Geschichte, wie der Krieg weiterhin das Leben gewöhnlicher Menschen verändert, berichtet der Kyiv Post.

Kein Zuhause mehr

Ihre familiengeführte Wohnung in der Nähe der Metrostation Dorohozhychi in Kyjiw wurde laut einem Bericht der Kyiv Post für unbewohnbar erklärt. Allein die Reparatur des beschädigten Daches könnte bis zu zwei Jahre dauern.

Die staatliche Entschädigung beläuft sich bislang auf rund 1.000 US-Dollar, sagte sie der Zeitung. Ob weitere Unterstützung gewährt wird, ist weiterhin unklar.

Fast zwei Monate nach dem Angriff steht die Wohnung noch immer als Hülle dessen da, was sie einst war.

Der Angriff

Der Angriff ereignete sich am 27. Dezember gegen 11 Uhr, berichtete die Kyiv Post. Karina schlief, als sie ein lauter Knall aus dem Schlaf riss.

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Eine russische Drohne traf das Gebäude zwischen vier Wohnungen. Später zeigte sie Reportern die Zerstörungen und schilderte, wie nahe die Explosion ihr gekommen war: „Etwa einen Meter von mir entfernt – es war einfach Glück, dass ich nicht gestorben bin“, sagte Karina.

Zum Zeitpunkt des Angriffs waren Nachbarn zu Hause, doch alle überlebten. Es brach kein Feuer aus, sodass die Bewohner das Gebäude schnell verlassen konnten.

Mit dem Leben davongekommen

Karina sagte, sie sei sofort geflohen, aus Angst, das Gebäude könne einstürzen. In der Hektik griff sie nur nach der nötigsten Kleidung, bevor sie nach draußen lief, und ließ Dokumente, Geld und ihren Laptop zurück.

Trotz des Verlusts ihres Zuhauses erklärte sie gegenüber der Kyiv Post, sie betrachte sich als glücklich. „Ich bin gesegnet, dass ich am Leben bin, ich bin gesegnet, dass meine Eltern leben, meine Freunde leben“, sagte sie.

Auf die Frage, ob sie glaube, dass der Krieg bald enden werde, fiel ihre Antwort kurz aus: „Nein.“

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Ihre Erfahrung unterstreicht eine Realität, mit der viele Ukrainer konfrontiert sind: Selbst fernab der östlichen Frontlinien dringt der Konflikt weiterhin ohne Vorwarnung in das Leben der Menschen ein.

Quellen: Kyiv Post