Manche Reisen machen es leicht, gesunde Gewohnheiten beizubehalten. In einem neuen Wellness-Ranking stach eine Küstenstadt besonders hervor, weil Besucher große Teile der Stadt erkunden können, ohne sich ans Steuer setzen zu müssen.
Portland im Bundesstaat Maine ist der klare Spitzenreiter in Sachen Fußgängerfreundlichkeit in einem neuen Wellness-Ranking von EatingWell.
Das Magazin erklärte, dass die kleine Stadt einen Walkability-Score von 100 erreichte – deutlich über dem Durchschnittswert von 72 der 21 untersuchten Städte.
Das Ranking konzentrierte sich auf kleinere Reiseziele in den USA, an denen Reisende Bewegung, gutes Essen, Natur und Erholung miteinander verbinden können.
Jeder Schritt wird zum Sightseeing-Erlebnis
In Portland ist Spazierengehen nicht nur Bewegung. Es wird zu einer Art, die Stadt zu erleben.
Der morgendliche Weg zum Kaffee, ein Spaziergang am Hafen, der Fußweg zum Abendessen oder ein Rundgang durch viktorianische Straßenzüge sorgen ganz nebenbei für Bewegung, ohne dass ein Besuch im Fitnessstudio oder ein geplantes Training nötig wäre.
Die Reiseberaterin Whitney Shindelar sagte gegenüber EatingWell: „Wenn ich über meine Lieblingsstädte in Amerika nachdenke, hängen sie oft mit der Anzahl der Schritte zusammen, die ich am Ende des Tages auf dem Zähler habe.“
Dieser Gedanke hilft zu erklären, warum Portland so beliebt ist. Die Stadt ermöglicht es Besuchern, aktiv zu bleiben und sich gleichzeitig entspannt, spontan und mit dem lokalen Leben verbunden zu fühlen.
Dank ihres kompakten Stadtbildes können Besucher problemlos zwischen dem Old Port, der Uferpromenade, dem West End, Geschäften, Restaurants und historischen Straßen wechseln, ohne den Transport zum Mittelpunkt des Tages machen zu müssen.
Laut EatingWell bietet Portland außerdem Zugang zu Kajaktouren, Fährfahrten, Stränden, Angelgebieten und nahe gelegenen Wanderwegen.
Der Back Cove Trail bietet eine landschaftlich reizvolle Rundstrecke in Stadtnähe, während der Bradbury Mountain State Park nahe genug liegt, um Besuchern einen klassischeren Ausflug in die Natur zu ermöglichen.
Diese Kombination macht Portland zu mehr als nur einem fußgängerfreundlichen Ziel für Restaurant- und Einkaufsbesuche. Die Stadt dient zugleich als Ausgangspunkt für leichte Abenteuer, Küstenlandschaften und Aktivitäten im Freien.
Andere Städte punkten mit anderen Stärken
Das Ranking von EatingWell zeigt, dass Wellness-Reisen viele unterschiedliche Formen annehmen können.
Bend im Bundesstaat Oregon wurde aufgrund seiner Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren, Skifahren, Paddeln und für Aktivitäten auf dem Fluss aufgenommen. Kihei auf Hawaii überzeugte mit Stränden, Schnorcheln, Surfen und Sonnenschein.
Auch Ann Arbor in Michigan erreichte einen Spitzenplatz bei der Fußgängerfreundlichkeit und erhielt einen Wert von 98. Die Universitätsstadt verbindet Wanderwege, Seen, Fitnessstudios und Restaurants in einem Umfeld, das aktives Reisen praktisch und unkompliziert macht.
Santa Fe in New Mexico brachte eine kulinarische und kulturelle Komponente in die Liste ein – mit regionaler Küche, Chili-Traditionen, einem großen Bauernmarkt und Restaurants, die auf lokale Zutaten setzen.
Während Portland bei der Fußgängerfreundlichkeit an der Spitze lag, ernannte EatingWell Asheville zum Gesamtsieger.
Die Bergstadt in North Carolina wurde für ihr pflanzenbasiertes Gastronomieangebot, ihre eng mit landwirtschaftlichen Betrieben verbundenen Restaurants, unabhängigen Unternehmen, den Zugang zur Natur und ihre starke lokale Identität ausgezeichnet.
Das Magazin verwies zudem auf Ashevilles Erholung nach den schweren Schäden, die Hurrikan Helene im Jahr 2024 im Westen von North Carolina verursacht hatte, darunter Überschwemmungen im River Arts District.
Palm Springs in Kalifornien vervollständigte die Liste mit einer ruhigeren Form des Wohlbefindens, die sich auf Spas, Mineralquellen, Yoga, Wüstenhotels und nahe gelegene Wanderwege konzentriert.
Zusammen zeigen diese Reiseziele, dass gesundes Reisen zunehmend weniger starr definiert wird. Eine erholsame Reise kann mit einer Spa-Behandlung, einer Wanderung in den Bergen, einem Besuch auf dem Bauernmarkt oder – wie im Fall von Portland – einfach mit einem guten Paar Wanderschuhen beginnen.
Quelle: EatingWell