Wenn ein Land einer unerbittlichen Bedrohung aus der Luft gegenübersteht, wird die Verteidigung seines Luftraums zu einem Wettlauf gegen die Zeit.
Die Sicherung fortschrittlicher Waffen von Verbündeten ist entscheidend, doch manchmal muss eine Nation diese Verteidigung selbst aufbauen. Ein kühner neuer Vorschlag zielt genau darauf ab, berichtet The Express U.S.
Auf der Suche nach einem Schutzschild
Die Ukraine strebt ein bahnbrechendes Abkommen an, um amerikanische Patriot-Luftverteidigungsraketen im eigenen Land herzustellen. The Express U.S. berichtete, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj an Donald Trump appelliert habe, die notwendigen Produktionslizenzen zu sichern.
Die Anfrage erfolgt, während sich Kiew auf eine unmittelbar bevorstehende russische Offensive vorbereitet. Obwohl eine lokale Produktionslinie nicht dazu beitragen würde, diesen unmittelbaren Angriff abzuwehren, betrachten Beamte sie als eine entscheidende Langzeitstrategie zur Neutralisierung ballistischer Angriffe.
Selenskyj betonte den globalen Versorgungsdruck, um die Dringlichkeit zu verdeutlichen. Er merkte an: „In den Vereinigten Staaten gebe es nicht genügend Produktion von ballistischen Abfangraketen, und dies könnte zu einer Krise in verschiedenen Teilen der Welt führen.“
Er bestätigte, dass er bereits amerikanische Gesetzgeber kontaktiert habe. Selenskyj fügte hinzu: „Russland erhöhe seine eigene Produktion von ballistischen Raketen. Ich habe einen Brief an das Weiße Haus und den US-Kongress geschickt. Ich hoffe, sie werden es verstehen und reagieren.“
Die Lage sondieren
Derzeit verfügen nur Deutschland und Japan über Lizenzen zum Bau von Patriot-Systemen. Die Ukraine hat jedoch bereits ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, unter Kriegsbedingungen schnell Hightech-Drohnen und -Raketen herzustellen.
Der Vorstoß für stärkere Schutzschilde folgt besorgniserregenden Berichten über russische Drohnen, die in Nachbarländer eindringen. Letzte Woche traf eine russische Drohne ein Wohngebäude in Rumänien, was Selenskyj zufolge ein gezielter Versuch sei, die Entschlossenheit des Westens zu testen.
Dem ukrainischen Führer zufolge nutze Moskau diese Übergriffe, um zu messen, wie das Bündnis reagiere. Selenskyj warnte: „Und er teste auch die Luftverteidigung der NATO-Länder, die an Russland oder Belarus grenzen. Seien sie in der Lage, alle Raketen und Drohnen abzufangen?“
Gegenangriff
Trotz der drohenden Offensive behauptete Selenskyj, die russischen Streitkräfte hätten die Initiative auf dem Schlachtfeld vor sechs Monaten verloren. Er schlug vor, dass Friedensverhandlungen vor dem Winter beginnen sollten, und schlug vor, dass Großbritannien, Frankreich und Deutschland Europa bei den Gesprächen vertreten sollten.
Unterdessen dringen ukrainische Streitkräfte weiterhin tief in russisches Territorium vor. Drohnen zerstörten kürzlich eine wichtige Pipeline-Station in der Region Kirow, etwa 1.287 Kilometer entfernt, wodurch die Ölflüsse, die zur Finanzierung der Kriegsanstrengungen des Kremls dienen, sofort unterbrochen wurden.
Ein weiterer Angriff setzte die Ölraffinerie Saratow in Brand. Dennoch fordert der Konflikt weiterhin einen hohen Tribut von Zivilisten, wobei jüngste russische Angriffe Bewohner in Odessa und der Region Tschernihiw verletzten.
Quellen: The Express U.S