Mehr als 2.000 US-amerikanische Erwachsene wurden gebeten, sich zur Anwendung militärischer Gewalt oder zum Kauf der Insel zu äußern.
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Nach der Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro am vergangenen Wochenende sagte US-Präsident Donald Trump vor Reportern, die USA „bräuchten Grönland aus Sicht der nationalen Sicherheit“.
Der Vorschlag ist nicht neu, da Trump bereits während seiner ersten Amtszeit als Präsident den Wunsch geäußert hatte, Grönland unter US-Kontrolle zu bringen.
Eine neue Wendung nahm die Debatte, als der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses für Politik sowie Heimatschutzberater Stephen Miller in einem Interview mit CNN erklärte, Grönland sollte „offensichtlich“ Teil der USA sein, und dabei den Anspruch Dänemarks auf die größte Insel der Welt infrage stellte.
Am Dienstag berichtete Reuters, das Weiße Haus habe in einer Erklärung mitgeteilt, dass der Einsatz des US-Militärs stets eine Option sei, die dem Oberbefehlshaber zur Verfügung stehe, und dass die Regierung eine Reihe von Optionen in Bezug auf Grönland prüfe.
Doch was hält die US-Bevölkerung von der ganzen Angelegenheit? Drei neue Umfragen geben darüber Aufschluss.
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Massiver Widerstand gegen militärisches Vorgehen
Laut einer neuen Umfrage unter 2.223 US-Erwachsenen, durchgeführt von YouGov, erklärten fast drei von vier Befragten (73 %), sie lehnten den Einsatz militärischer Gewalt zur Erlangung Grönlands ab.

Nach politischer Orientierung aufgeschlüsselt zeigt sich ein deutlicher Meinungsunterschied: 87 % der Demokraten lehnen die Idee ab, ebenso 73 % der Unabhängigen und 60 % der Republikaner.

Dennoch gibt es unter Demokraten, Republikanern und Unabhängigen insgesamt eine überwältigende Mehrheit gegen ein militärisches Vorgehen.
Mehr Unterstützung für einen Kauf
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Wird nach der Option eines Kaufs Grönlands gefragt, verringert sich der Abstand.
28 % unterstützen die Idee, während 45 % dagegen sind. 27 % geben an, nicht sicher zu sein, wo sie stehen.

Nach politischer Orientierung aufgeschlüsselt gibt es unter Republikanern eine Mehrheit von 51 % zugunsten eines Kaufs der größten Insel der Welt. 21 % der Unabhängigen unterstützen die Idee, während nur 10 % der Demokraten sie befürworten.

Die Frage der nationalen Sicherheit
Eines der Argumente der Trump-Regierung für eine Unterstellung Grönlands unter US-Kontrolle ist die nationale Sicherheit.
Gestern berichtete die BBC, das Weiße Haus habe dem Sender mitgeteilt, der Erwerb Grönlands sei eine „Priorität der nationalen Sicherheit“.
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Doch die US-Bevölkerung ist gespalten in der Frage, ob Grönland tatsächlich so wichtig für die nationale Sicherheit der USA ist, wie die YouGov-Umfrage zeigt.
38 % sagen, Grönland sei „sehr“ oder „eher“ wichtig für die nationale Sicherheit, während 34 % angeben, die Insel sei „nicht sehr“ oder „überhaupt nicht“ wichtig.
28 % sind in dieser Frage unentschieden.

Quellen: YouGov, Reuters, BBC, CNN