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Rekordhohe ozeantemperaturen treiben stärkere Stürme und steigende meere an

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Stärkere Hurrikane, heftigere Regenfälle und ein sich beschleunigender Meeresspiegelanstieg setzen Gemeinden weltweit zunehmend zu. Wissenschaftler erklären, dass diese sich verschärfenden Auswirkungen eng miteinander verknüpft sind und mit der fortschreitenden Erwärmung des Klimas an Intensität gewinnen.

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Küstenregionen gehören zu den am stärksten gefährdeten Gebieten: Milliarden von Menschen sind dort höheren Überschwemmungsrisiken und zerstörerischeren Stürmen ausgesetzt.

Extreme Wetterereignisse nehmen zu

Wärmeres Meerwasser liefert Stürmen mehr Energie und verstärkt Hurrikane und Taifune, noch bevor sie auf Land treffen. Wissenschaftler erklären, dass diese zusätzliche Wärme auch den Feuchtigkeitsgehalt der Atmosphäre erhöht, was zu heftigeren Regenfällen und häufigeren Überschwemmungen führt, berichtet The Guardian.

Marine Hitzewellen dauern länger an und breiten sich weiter aus, was Korallenriffe schädigt und Fischereien beeinträchtigt, von denen viele Küstengemeinden abhängen. Gleichzeitig verschärfen steigende Meeresspiegel Sturmfluten und treiben das Wasser weiter ins Landesinnere.

Hitze unter der Oberfläche

Nach Angaben von The Guardian sehen Wissenschaftler die zugrunde liegende Ursache dieser Entwicklungen in der rekordhohen Erwärmung der Ozeane. Mehr als 90 Prozent der überschüssigen Wärme, die durch menschengemachte Kohlenstoffemissionen entsteht, wird von den Ozeanen aufgenommen, was sie zu einem zentralen Indikator für die langfristige globale Erwärmung macht.

Fast jedes Jahr seit 2000 hat einen neuen Rekord bei der Ozeanwärme gesetzt, wobei 2025 einen weiteren Höchststand markiert. Forscher gehen davon aus, dass die Ozeane heute wärmer sind als zu irgendeinem Zeitpunkt in mindestens den vergangenen 1.000 Jahren.

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Ungleichmäßige Erwärmung

Die Erwärmung der Ozeane verläuft nicht gleichmäßig. Besonders warme Regionen im Jahr 2025 waren Teile des Atlantiks, des Nordpazifiks sowie des Südlichen Ozeans rund um die Antarktis. Wissenschaftler zeigen sich besonders alarmiert über jüngste Einbrüche des winterlichen Meereises in antarktischen Gewässern.

Auch der Nordatlantik und das Mittelmeer werden wärmer, saurer und sauerstoffärmer – Veränderungen, die nach Ansicht von Forschern marine Ökosysteme zunehmend fragil machen.

Steigende Meere

Einer der wichtigsten Treiber des Meeresspiegelanstiegs ist die Ausdehnung des Meerwassers infolge der Erwärmung. Dieser Prozess hebt zusammen mit dem Schmelzen von Landeis die Ozeanspiegel stetig an und erhöht die Bedrohung für tief liegende Städte und Inseln.

Forscher warnen, dass es sich dabei nicht um ferne Prognosen handelt, sondern um fortlaufende Veränderungen, die Küstenlinien und Ökosysteme bereits jetzt umgestalten.

Warnung der Wissenschaft

„Jedes Jahr erwärmt sich der Planet weiter – neue Rekorde zu setzen ist zur Endlosschleife geworden“, sagte Professor John Abraham von der University of St. Thomas, der an der Studie mitgearbeitet hat.

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„Globale Erwärmung ist Ozeanerwärmung“, sagte er und fügte hinzu, dass die künftige Entwicklung stark von menschlichen Entscheidungen abhänge. „Die größte Unsicherheit beim Klima ist, was die Menschen zu tun beschließen.“

Wissenschaftler betonen, dass eine Reduzierung der Emissionen der einzige Weg bleibt, um die Erwärmung der Ozeane zu verlangsamen und die wachsenden Risiken durch Extremwetter und steigende Meere zu begrenzen.

Quellen: The Guardian